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Schweiz Gerhard Pfister will christlichen Flüchtlingen den Vorzug geben

Der designierte CVP-Präsident Gerhard Pfister steht weiterhin hinter einer Asyl-Obergrenze von 25'000 Gesuchen pro Jahr, wie er in der «Rundschau» erklärt. Und er ergänzt den Vorschlag um ein pikantes Detail: Christen, Frauen und Kinder sollen bevorzugt aufgenommen werden.

Gerhard Pfister will auch als Parteipräsident der CVP für eine Asyl-Obergrenze von 25'000 Gesuchen einstehen. Gleichzeitig erneuert er seinen Vorschlag, sich in islamischen Ländern auf besonders gefährdete Menschen zu fokussieren und diese aufzunehmen. Die Präferenz liege bei «Christen, Frauen und Kindern, und dazu stehe ich.»

Legende: Video «Gerhard Pfister zur Flüchtlingsaufnahme» abspielen. Laufzeit 0:26 Minuten.
Vom 24.02.2016.

Den Vorwurf, damit eine Zwei-Klassen-Flüchtlingsgesellschaft zu installieren, wies er von sich: «Wir haben faktisch schon jetzt eine Zwei-Klassen-Flüchtlingsgesellschaft aus Wirtschaftsmigranten und solchen Menschen, die an Leib und Leben bedroht sind.»

Pfister will bürgerlichen Schulterschluss

Zudem strebt der designierte Parteipräsident der CVP eine Neuauflage des bürgerlichen Schulterschlusses zwischen SVP, CVP und FDP an, der vor einem Jahr gescheitert war. Die drei Parteien hatten sich damals auf einen Massnahmenkatalog zur Stärkung des Standorts Schweiz geeinigt. Nur drei Monate später war der Schulterschluss aber bereits wieder Makulatur und die Parteichefs lagen sich in den Haaren.

Die Absicht damals sei richtig gewesen, sagt Pfister in der «Rundschau»: «Der Schulterschluss war aber falsch aufgegleist, kam zu schnell und wollte zu viel.» Er sei aber der «felsenfesten Überzeugung», dass es nun einen neuen bürgerlichen Schulterschluss brauche: «Es ist wichtig für die Zukunft des Landes, dass wir uns bei den wichtigen Fragen unter den bürgerlichen Parteien besser verständigen.» Pfister meint damit namentlich die Wirtschaftspolitik.

Legende: Video «Theke: Gerhard Pfister» abspielen. Laufzeit 7:34 Minuten.
Aus Rundschau vom 24.02.2016.

110 Kommentare

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  • Kommentar von Edwin Habegger (vonwegen)
    Die Gewährung von Humanitärer Hilfe von einer Religionszugehörigkeit abhängig zu machen, sollte zumindest in unserem bewährt SÄKULAREN STAAT tabu sein. Man könnte voraussetzen das ginge gar nicht für eine 'öffentliche Persönlichkeit', welche ein wichtiges Amt anstrebt. Nächstens wird dann wieder in wichtigen Fragen zwischen 'katholisch sein' und 'protestantisch' unterschieden. Wollen wir das ??
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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Vögeli: (Brevik,KluKluxKlan,IS-Kalifat-Islam) Darum ist es auch so wichtig, dass die Trennung von Staat und Kirche erhalten bleibt. Und Herr Dudle, Herr Gerhard Pfister CVP kann für sich selber sprechen. Innerhalb des Islams gibt es Christen, die leider eben einen sehr schweren Stand haben. Die fundamentalischen Strömungen innerhalb des Islams sind beachtlich und nicht übersehbar. Dem gilt es jederzeit und überall auch Rechnung zu tragen. Ein Shit-Storm zu veranstalten ist konfliktverschärfend!
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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Gerhard Pfister sagte was in der Rundschau und schon schüttelt man den Kopf. - Es gilt zu bedenken, dass Christen (wie auch Jesiden) innerhalb des Islams ohnehin auch ohne Krieg einen sehr schweren Stand haben. Vor allem ja auch dort wo sich ein fundamental geprägter Islamismus breit gemacht hat. Dem muss logischerweise ja auch Rechnung getragen werden.
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