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Schweiz Gesundheitskosten: Steigt das Angebot, steigen die Ansprüche

Eine neue Studie von Santésuisse belegt: Im Gesundheitswesen lassen die Angebote die Nachfrage nach oben schnellen. Je grösser die Angebotsmenge, umso mehr werden Leistungen beansprucht. Santésuisse-Vorsteher Christoph Meier sieht das Problem vor allem bei den überflüssigen Leistungen.

Legende: Video Santésuisse: Gute Angebote führen zu wachsenden Kosten abspielen. Laufzeit 2:23 Minuten.
Aus Tagesschau vom 04.04.2013.

Entscheidend für die Entwicklung der Gesundheitskosten sei das grosse Mengenwachstum, schreibt der Krankenkassenverband Santésuisse. Der Verband bezieht sich dabei auf eine Untersuchung der Mengen- und Preisentwicklung bei der obligatorischen Krankenpflegeversicherung in den Jahren 2004 bis 2010. Es ist eine Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften.

Nehme in einem Kanton die Anzahl der Spezialärzte und das Ausmass der spitalambulanten Betreuung zu, so würden automatisch auch mehr Leistungen beansprucht. Die These, dass im Gesundheitsmarkt das Angebot die Menge der Leistungen bestimme, sei damit bestätigt, erklärt der Krankenkassenverband.

Gesundheits-Tarife anpassen

Santésuisse-Vorsteher Christoph Meier erteilt darum der Idee von GDK-Präsident Carlo Conti eine Abfuhr, wonach die Schaffung von Prämiengrossregionen das Problem mit in einigen Kantonen zu viel bezahlten Krankenkassenprämien beheben liesse.

Zu prüfen sei hingegen, ob tiefere Arzttarife in den überversorgten städtischen Gebieten und höhere Tarife in den ländlichen Regionen Sinn machen würden, schreibt Santésuisse. Damit soll angeregt werden, dass für Ärzte aus der Stadt die Arbeit auf dem Land attraktiv bleibt.

Überflüssiges als Problem

«Die Schweizer Bevölkerung will gut versorgt sein. Wenn die Medizin mehr kann, dann darf sie auch mehr. Das hat seinen Preis.» Nicht die Mengen an sich seien kritisch, sondern überflüssige Leistungen und Leistungen am falschen Ort, sagt Christoph Meier.

Die neuste Studie von Santésuisse sage nur etwas über die Zunahme der Behandlungen aus, aber zu wenig über die Qualität aus, kritisiert der Gesundheitsökonom Willi Oggier.

Ambulante Wirtschaftlichkeit prüfen

Die ambulanten Spital-Behandlungen haben gemäss der Studie von Santésuisse zwischen 2004 und 2010 deutlich zugenommen. Gleichzeitig aber haben die stationären Leistungen nicht wie erhofft abgenommen.

Das ist auch für den Gesundheitsökonomen Willy Oggier überraschend. Da bisher auch aufgrund des medizinischen Fortschrittes davon ausgegangen wurde, dass die ambulanten Behandlungen stationäre ersetzen. Jedoch: «Bei zusatzversicherten Patienten gehe ich davon aus, dass das kurz-bis mittelfristig nicht der Fall sein wird, weil das Spital daran finanziell kein Interesse hat und auch der behandelnde Arzt nicht.»

18 Kommentare

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  • Kommentar von K.Kasperli, Chur
    Falls Sie gesund bleiben wollen,gehen Sie auf keinen Fall zu einem Arzt.Glauben Sie an Ihre Gesundheit und pflegen Sie Sie.Lassen Sie sich keine Dauermedikamtentationen aufschwatzen(Blutdruck/Diabetes/etc.)Legale Drogen/Gift.Weitere Infos im Internet.Schlucken Sie keine Antibiotika und lassen Sie sich keine Organe einpflanzen(können Krebszellen enth./Immunsupresiva/Krebsrisk.).Falls Sie dennoch krank werden,bringen Sie sich lieber um.Leben nach dem Leben ist schöner.Der Tod ist eine Illusion.
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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Es mag ja sein, dass wir als Menschen den Politikern und der Wirtschaft zu teuer sind. Darum bringen die auch ständig neue Studien, die das beweisen sollen. Komisch, in diesen Studien steht nirgends, dass der ganze Verwaltungsapparat und die Kassen selber Milliarden verschlingen. Unser Geld geht dort an ineffizientes Arbeiten, Luxus Glaspaläste, dicke Löhne und goldene Renten für Bosse und Politiker. Wir sollen ständig sparen damit die Oberen sich ein top Leben ermöglichen können.
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    1. Antwort von Marlies Artho, Schmerikon
      T.Duran Sie haben ja recht mit den Kosten . Aber ich möchte nur sagen dass man nicht immer alles anklagen muss, dies bringt der einzelnen gesundheit der Menschen nichts. Vielleicht sollte man sich mehr um sich selber kümmern und mit sich selber im Frieden stehn, dann denke ich muss man weniger um des besseren der andern sehn. Nicht Geld und Prunk macht gesund. Denn die Gesundheit ist unser grösster Reichtum. Nun dies ist meine Meinung. Das es mir gesundheitlich besser geht muss ich was tun.
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  • Kommentar von Marlies Artho, Schmerikon
    Vielleicht ist es nicht die Frage der Aerzte, sondern der Menschen die nicht mehr bereit sind etwas für die Gesundheit zu tun. Helfen würde z.B. sich selber zu kontrollieren und mehr Zufriedenheit,Selbstverantwortung zu übernehmen. Bin seit 39 J Diabetikerin, und sehr froh dass ich mich selber unter Kontrolle halten kann. Auf jedenfall bezahle ich mehr KK Beiträge, als was ich verbrauche an Medikamenten Gottseidank. Die Gesundheit ist ein Geschenk, vielleicht mehr Bewusstheit erzeugen.
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