Gewalt bei Fussball und Eishockey steigt

Erneuter Anstieg der Gewaltbereitschaft in der Fussball- und Eishockeyszene. Die Datenbank Hoogan hat bis Ende Januar 1294 Personen erfasst – 72 mehr als vor einem halben Jahr. Das Mitführen von Pyros führt die Liste der begangenen Delikte an.

Vermummte Anhänger des Grasshopper Club Zürich im Stadion

Bildlegende: Gewalt bei Fussball und Eishockey ist eine männliche Domäne. Von 1294 registrierten Personen sind nur 12 Frauen. Keystone/Archiv

Die Anzahl registrierter gewaltbereiter Fans in der Schweizer Fussball- und Eishockeyszene hat erneut zugenommen. Die Hooligan-Datenbank Hoogan des Bundes verzeichnete Ende Januar 1294 Personen. Vor einem halben Jahr waren es 1222, vor einem Jahr 1210.

Erfasst wird in Hoogan, wer sich bei Sportveranstaltungen gewalttätig verhalten hat und deshalb eine Massnahme wie etwa ein Stadionverbot aufgebrummt erhielt.

71 Prozent der Registrierten kommen aus der Fussballszene, 29 Prozent haben einen Bezug zum Eishockey. Die Mehrheit der Personen ist männlich. Nur 12 Frauen finden sich in der Datenbank.

In der aktuellen Fussballsaison wurden in den zwei obersten Ligen und im Schweizer Cup bisher 39 Rayon- und 42 Stadionverbote ausgesprochen. In der Saison 2011/12 kam es zu insgesamt 167 Rayon- und 116 Stadionverboten.

Für die Eishockeyligen National League A und B sind aktuell 11 Rayon- und 13 Stadionverbote erfasst. 2011/2012 wurden 65 Rayon- und 39 Stadionverbote registriert.

Das Mitführen von Pyros löste 259 aktive Massnahmen seitens der Ordnungshüter aus. Dahinter folgen Landfriedensbruch (211), Gewalt gegen Beamte (118) und Sachbeschädigung (64).