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Gewalt gegen SBB-Personal Keine Extrazüge für GC-Fans zu nächsten zwei Spielen

Das Resultat in Lausanne war für GC mit dem 0:1-Sieg positiv ausgefallen. Doch nicht alle Fans wollten nur feiern.

Legende: Audio SBB zieht die Notbremse bei GC-Fans abspielen. Laufzeit 01:48 Minuten.
01:48 min, aus SRF 4 News aktuell vom 02.05.2018.
  • Die SBB reicht nach den Angriffen von GC-Fussballfans auf Bahnpersonal nach dem Spiel Lausanne-GC vom Wochenende Strafanzeige ein.
  • Die SBB streicht zugleich Extrazüge für GC-Fans zu den zwei nächsten Auswärtsspielen.
  • Der Entscheid erfolgt laut SBB in Absprache mit den Fan-Organisationen. Der Grasshoppers Club und die Swiss Football League verurteilen die Gewalt.

Rund ein Dutzend Hooligans aus den Reihen der GC-Anhänger hatten im Extrazug von Lausanne nach Zürich die zwei Zugbegleiter und zwei Bahnpolizisten dermassen verbal und physisch angegriffen, dass diese sich in den hintersten Wagen zurückzogen. Sie wurden von einer kleinen Gruppe Vermummter verfolgt und zogen schliesslich mitten auf der Strecke die Notbremse, um aus dem Zug flüchten zu können. Bereits vor der Abfahrt in Lausanne waren Flaschen, Bierdosen und Zugsitze aufs Perron geworfen worden.

Ähnlicher Vorfall nur Wochen zuvor

Es ist nicht das erste Mal, dass GC-Fans das SBB-Personal bedroht und angegriffen haben. Schon Mitte April kam es auf der Rückfahrt des Extrazuges von Basel nach Zürich zu Übergriffen auf SBB-Mitarbeitende. Auslöser dieser gewalttätigen Ausschreitungen von rund einem Dutzend GC-Fans war eine Polizeiaktion im Fan-Zug in Basel gewesen.

SBB greift durch – mit Strafanzeigen und Fahrverbot

Bei Gewalt gegen das eigenen Personal herrsche Null-Toleranz, sagt SBB-Sprecher Stephan Wehrle. Nach den tätlichen Übergriffen vom Wochenende werde deshalb Strafanzeige eingereicht. «Zugleich haben wir in Absprache auch mit den Fan-Organisationen entschieden, zu den nächsten beiden Spielen von GC keine Fan-Extrazüge für GC zur Verfügung zu stellen.»

Mehr Polizeischutz für Fan-Extrazüge?

Auch der Grasshoppers Club und die Swiss Football League verurteilen die Übergriffe und unterstützen das Vorgehen der SBB. Grundsätzlich will die SBB aber auch weiterhin Fussballfans mittels Extrazügen transportieren. Man wird nun aber das Dispositiv für die neue Fussballsaison überdenken. Das könne bedeuten, dass man bei sensiblen Fussballspielen künftig mehr Transportpolizisten für Extrazüge bereitstelle, sagt SBB-Sprecher Wehrle.

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29 Kommentare

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  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    Und dann benutzen sie einen normalen Zug. Wer schützt dann normal Reisende? sollen die in Extrawagen zusammen sitzen und hoffen, dass sie die Fahrt gut überstehen. Dann schon lieber Extrazüge mit Polizeischutz auf Kosten der Randalierer. Im Zug bekommt man sie zu fassen, .
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  • Kommentar von Henriette Rub (ehb)
    Vorschlag: der Fussballverband und die Vereine werden für sämtliche Schäden sowie das ganze Polizeiaufgebot haftbar gemacht. Den Gegenwert können Sie dann von ihren Fans zurückfordern. In diesem Zusammenhang noch von Sport zu sprechen ist total lächerlich.
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  • Kommentar von Kurt Stirnimann (Truksti)
    Stellt diese Chaoten an den Pranger seien es Zürcher oder Basler. Egal. Sollte man sie dingfest machen können, sollten die Bilder an die Öffentlichkeit gelangen. Vielleicht sind auch Politiker dabei? Ich bin fast überzeugt, es gibt dann schnelle Besserung.
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