Zum Inhalt springen

Schweiz Glückskette-Sammeltag: Über 7 Millionen Franken für Flüchtlinge

Am nationalen Tag der Solidarität für Flüchtlinge hat die Glückskette mehr als 7 Millionen Franken an Spenden gesammelt, um in den Nachbarstaaten der Kriegsländer wie auch jenen auf dem Fluchtweg zu helfen. An vorderster Front bürgte Bundesrat Burkhalter für die Aktion.

Syrischer Flüchtling mit Kind an der ungarischen Grenze zu Serbien.
Legende: Auf dem Weg in den Westen: Syrischer Flüchtling mit Kind an der ungarischen Grenze zu Serbien. Keystone

Die Glückskette hat im Rahmen des nationalen Sammeltags am Montag insgesamt 7'172'061 Franken an Spenden gesammelt. Das Geld wird eingesetzt, um gemeinsam mit ihren Partnerhilfswerken Tausenden von Flüchtlingen zu helfen. Dies sowohl in den Nachbarstaaten der Kriegsländer wie neustens auch auf dem Fluchtweg nach Europa.

Freiwillige engagierten sich bis um Mitternacht in den vier Studios der SRG in Zürich, Chur, Lugano und Genf und nahmen telefonisch Spendenversprechen entgegen.

Bekannte Schweizer bürgten für Anlass

Für den nationalen Glückskette-Spendentag liessen sich prominente Schweizer einspannnen. So rief Bundesrat Didier Burkhalter in einem Communiqué zur Solidarität auf.

Die Schweiz, das sind wir alle, dank unserem privaten Engagement. Dieser Tag ist genau diesem privaten Engagement gewidmet.
Autor: Didier BurkhalterSchweizer Ausseinminister

Alt-Bundesrätin Ruth Dreifuss, die Autoren Pedro Lenz und Franz Hohler und die Komikerin Birgit Steinegger nahmen gar persönlich die Anrufe spendewilliger Schweizer entgegen.

Geld geht vor allem an Nothilfe auf Balkanroute

Die Spenden erlauben es, die bereits angelaufene Nothilfe mit der Verteilung von Nahrungsmitteln, Wasser, Medikamenten und Kleidern weiterzuführen sowie Empfangszentren zu unterstützen, die psychologische Betreuung und Rechtsberatung anbieten.

«Im Moment brauchen unsere Partner-Hilfswerke vor allem Unterstützung für die Nothilfe auf der Balkanroute, wo die Menschen in Richtung Westen flüchten», betont Priska Spörri, Kommunikationsleiterin der Glückskette.

Bestehende Hilfsprojekte drohen auszulaufen

Doch auch bestehende Hilfsprojekte von Partner-Organisationen der Glückskette im Libanon, Jordanien, der Türkei und im Irak sind dringend auf weitere Mittel angewiesen. Über 30 Millionen Franken konnte die Glückskette in den letzten drei Jahren für diese Projekte sammeln. Diese 30 Millionen sind gemäss der Kommunikationsleiterin nun aber aufgebraucht.

Es ist besonders wichtig, dass wir die bisherigen Projekte weiter unterstützen – sonst laufen sie aus.
Autor: Priska SpörriKommunikationsleiterin Glückskette

Zehn Partner-Hilfswerke bieten im Libanon, in Jordanien und im Irak Nothilfe an und neuerdings ebenfalls auf den Flüchtlingsrouten in Serbien, Griechenland und in Italien. Die Glückskette hatte seit dem Beginn der gegenwärtigen Aktion Ende August bis zum nationalen Spendentag bereits über sechs Millionen Franken für die Flüchtlinge gesammelt.

Glückskette-Direktor zählt auf die Schweiz

Glückskette-Direktor Tony Burger: «Wir konnten dank dieser Solidarität in den vergangenen vier Jahren rund 50 Projekte von Partner-Hilfswerken zugunsten von über einer halben Million Flüchtlingen in den Nachbarländern Syriens unterstützen.»

Spenden Sie

Spenden ist jederzeit möglich

  • auf das Postkonto 10-15000-6 (Vermerk «Flüchtlinge»)
  • Unter der Telefonnummer 0800 87 07 07
  • online auf www.glueckskette.ch
  • über die Swiss-Solidarity-App der Glückskette

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

105 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Fabio Ehrat (Dr.oec.HSG)
    Ich möchte mir einen X6 kaufen und dafür nichts selber berappen. Können Sie bitte mal spenden?So etwa läuft es ab...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Peter N. Ecker (Peter N. Ecker)
    Sehr interessant, dass mein erster Kommentar hier nicht veröffentlicht wurde, mit welchem ich neutral auf einen anderen Krieg - in Europa - aufmerksam gemacht habe... Zivilisten leiden und sterben auch im Donbass, nur mit dem Unterschied, dass die Menschen dort trotz allem in ihrer Heimat verbleiben und sich nicht auf eine Völkerwanderung begeben, ergo keine Sammelaktion... Wahrscheinlich wird aber auch dieser Kommentar von mir nicht veröffentlicht, da zu direkt für unsere Staatsmedien...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Felix Baumann (felixbaumann76)
    Wo bleiben die USA??? Wo die UNO??? Das sind die Spätfolgen der kriminellen Bush-Regierung. Nun haben sie das Fracking erfunden und das Öl im Irak ist ihnen egal geworden - so wie der Schlammassel, den sie dort hinterlassen haben. Deutschland war gegen den Krieg - kein Wunder wollen alle dort hin. Eine Schande wie schnell man bombardiert und skandalös wie jeden Tag um die griechische Bankenkrise gerungen wurde. Geht es um Menschen, ist die Politik ratlos. Schande auch den reichen Saudis!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen