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Gotthard Gotthard: Vorbereitungen für Eröffnungsfeiern laufen an

Am 1. Juni wird der erste Zug mit Passagieren durch den neuen Gotthard-Basistunnel fahren, und am ersten Juni-Wochenende wird bei beiden Portalen der neuen Röhre gefeiert. 22 Tage vor den «Gottardo 2016»-Festen laufen bereits erste Aufbauarbeiten und Proben.

Legende: Video Probebesuch bei Volker Hesse in Erstfeld abspielen. Laufzeit 1:52 Minuten.
Vom 10.05.2016.

Im neuen Gotthard-Basistunnel sind die letzten Tests und Abschlussarbeiten im Gang. Am 1. Juni wird die AlpTransit Gotthard AG die Anlage für den Betrieb der SBB übergeben. Die Betriebsbewilligung liegt noch nicht vor, heisst es in der Mitteilung der Veranstalter von «Gottardo 2016». Die Arbeiten liefen beim Bund und der SBB auf Hochtouren.

Bundesräte und Staatsgäste vor Ort

1100 Gäste und um die 300 Medienvertreter werden am 1. Juni erwartet, wenn die ersten zwei Züge mit Passagieren durch den Tunnel fahren. Je ein Zug wird von Norden und von Süden her den Tunnel einweihen. An Bord werden auch jene 1000 Personen sein, die in der Verlosung Anfang Jahr ein Ticket ergattert haben.

Mit dabei sein werden auch alle sieben Bundesräte und Bundesrätinnen, die Staats- respektive Regierungschefs der Nachbarländer und der Staaten entlang des Güterkorridors von Rotterdam bis Genua. In der Nähe der Tunnelportale – im Raum Erstfeld/Rynächt im Kanton Uri sowie in Pollegio auf der Tessiner Seite – sind Feierlichkeiten geplant.

Feier mit Millionenbudget

Der Bund hat für die Feier am 1. Juni 8 Millionen Franken budgetiert. Das Geld sei vernünftig investiert, und auch die Sicherheit für die Staatsgäste koste, sagte Verkehrsministerin Doris Leuthard Ende April in einem Interview mit dem «Blick».

«Wir klotzen nicht, aber eine würdige Feier (...) lohnt sich auch mit Blick auf die weltweite Ausstrahlung», sagte Leuthard. Der Kanton Uri steuert 570'000 Franken bei, das Tessin 350'000 Franken.

Volksfeste für den mit 57 Kilometern längsten Bahntunnel der Welt werden am 4. und 5. Juni gefeiert. 50'000 bis 100'000 Gäste werden erwartet. In Uri und im Tessin gibt es vier Festplätze. Wer ein Billett hat, kann mit Extrazügen mit 200 km/h durch den Tunnel fahren – die Tickets müssen die Interessierten vorab kaufen.

Künstlerische Inszenierung

Auch die Vorbereitungen für die künstlerische Inszenierung der Eröffnung laufen auf Hochtouren: Regisseur Volker Hesse und sein Ensemble gaben in Schattdorf (UR) eine Kostprobe. Thematisiert werden der Mythos Gotthard und der hochmoderne neue Tunnel.

Insgesamt werden 600 Darstellerinnen und Darsteller mitmachen; gespielt wird ebenfalls auf beiden Seiten des Tunnels. Die Hauptaufführung findet am 1. Juni statt; am Festwochenende am 4. und 5. Juni gibt es Reprisen.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Fadri Pitsch (FP)
    Das muss gefeiert werden. Etwas bescheidener wäre auch in Ordnung gewesen. Es nützt nichts, wenn die halbe EU Führung eingeladen wird. Die Bilateralen Verträge, werden erkämpft werden müssen. Küsschen vom Juncker nützen nicht und sind so zu verstehen wie es Gaugin und van Gogh bereits gemalt hat. Trotzdem werde ich mit meinen Enkel durch den Tunnel rasen. Danke. Wir werden Weltweit bewundert werden und ein paar neue Milliardäre anziehen, wo Ihr Geld bei uns anlegen bei CS UBS ZKB und anderen. ??
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  • Kommentar von E. Wagner (E. Wagner)
    Wer hat das alles eigentlich bezahlt? Genau wir die Steuerzahler haben die NEAT finanziert und werden wir alle auch eingeladen? Der Kanton Uri steuert 570'000 Franken bei, das Tessin 350'000 Franken. Genau diese Kantone hängen am NFA-Tropf. Typisch Schweiz für so eine Feier 8Millionen auszugeben, gleichzeitig liest man hier das Rentner an armutsgrenze leben müssen.
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    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Eine würde Feier zum aktuellen Anlass ist nun wirklich nicht deplatziert. Und richtig, die Rentner sollten nicht stranguliert werden, damit an anderen Orten der Rubel rollen kann. So viel Anstand sollte sein. Eine Feier für 8 Mio kann man noch gut vertreten. Mia für ..... Unwesen dagegen nicht.
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  • Kommentar von Gabori Balazs (Gabori Balazs)
    Schäbig! Das Volk zahlte dafür einen hohen Preis und muss noch bezahlen am Fest. Sehr schäbig. Es wäre ein Zeichen der Anerkennung gewesen, hätte für die Millionen der Bundesrat und die Politikerkaste die SchweizerInnen eingeladen und nicht diese komischen Staatspräsidenten, die keinen Rappen dafür hergeben mussten.
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    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Wir sind selber schuld. Wir lassen es zu, das man in Bern immer zuerst nach Bruessel blickt und sich fraegt was die da wohl wollen, statt souverän einen Entscheid des Volkes umzusetzen. Logisch doch, wenn man uns dann auch gewissermassen über die Hintertuere kommend, abzockt und übertölpelt. Wir sind da wirklich selber schuld, wir lassen es zu, dass man uns auf der Nase rumtanzen kann. Und die EU-Turbos machen da auch noch mit.
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