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Steigende Fallzahlen: Ist das Contact Tracing am Anschlag?
Aus Tagesschau vom 15.09.2020.
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Grafik zu Corona-Fallzahlen Diese Altersgruppen stecken sich am meisten an

Von den gemeldeten Neuinfektionen entfallen derzeit besonders viele auf unter 30-Jährige. Doch mit den steigenden Fallzahlen können sich auch ältere Altersgruppen weniger gut schützen.

Dank den Erhebungen und dem Contact Tracing der Kantone können nicht nur Ansteckungsketten zurückverfolgt werden, sondern es ist auch bekannt, welche Altersgruppen sich zu welcher Zeit besonders häufig mit dem Coronavirus infizieren.

Die nachstehende Grafik zeigt die gemeldeten Neuansteckungen nach Woche und Altersgruppe, verrechnet mit der Bevölkerungsstruktur der Schweiz. Ersichtlich ist, dass sich mittlerweile vor allem jüngere Altersgruppen mit Covid-19 anstecken, seit Juni infizieren sich besonders unter 30-Jährige überproportional.

Ein Indiz dafür, was auf die Spitäler zukommt

Die Frage nach der Ansteckung ist darum von Interesse, weil die Altersstruktur der aktuell infizierten Personen einen Hinweis darauf geben kann, was auf die Spitäler zukommen könnte. Denn es gilt immer noch die Faustregel: Je jünger die Infizierten, desto milder die Verläufe der Krankheit und desto weniger Hospitalisationen. Das war auch einer der Gründe, warum im Spätsommer die Fallzahlen zwar stiegen, aber die Spitalbetten leer blieben.

Je mehr Fälle es gibt, desto weniger können sich die älteren Altersgruppen schützen, und desto mehr steigt das Risiko, sich anzustecken.
Autor: Emma HodcroftEpidemiologin

Inzwischen infizieren sich aber auch wieder mehr Menschen aus den vulnerableren, älteren Altersgruppen mit dem Coronavirus. Epidemiologin Emma Hodcroft von der Universität Basel sagt dazu: «Je mehr Fälle es gibt, desto weniger können sich die älteren Altersgruppen schützen, und desto mehr steigt das Risiko, sich anzustecken.»

Wenn die Neuansteckungen von älteren Altersgruppen zunehmen, sollten in der Regel rund zwei bis drei Wochen später auch die Belegung der Spitalbetten mit Covid-19-Fällen zunehmen.

Engpässe beim Contact Tracing

Steigende Fallzahlen, unabhängig von den betroffenen Altersgruppen, bedeuten auch mehr Arbeit für die Contact Tracer. Entsprechend haben mehrere Kantone, darunter Zürich und Waadt, in den letzten Tagen und Wochen die Anzahl der Contact Tracer kontinuierlich aufgestockt.

Doch wenn die Fallzahlen immer weiter steigen, kann das beim Contact Tracing auch zu Engpässen führen. Epidemiologe Marcel Salathé sagt dazu: «Einen Plan B gibt es immer, nämlich indem man die Massnahmen noch mehr verschärfen könnte.» Mit den steigenden Fallzahlen dürften die Contact Tracer weiter beansprucht werden.

Die obige Tabelle sowie weitere ständig aktualisierte Grafiken und Kennzahlen finden sich auch in unseren Artikeln zu den Fallzahlen in der Schweiz und den Fallzahlen weltweit.

Tagesschau, 15.09.2020, 19:30 Uhr;

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59 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Mineral  (mineral.walter)
    Fazit: Meisten neuen Ansteckungen bei der Party-Jugend.

    Ich verstehe nicht wieso den Klubs und Beizen eine absolute Limite gesetzt wird wenn im Einkaufsladen eine relative Limite gibt, Personen pro Quadratmeter... Bis 300 Personen zugelassen egal auf wie engem Raum. Da sind Beize wo so oder so nur für 50 Personen platz haben randvoll. Macht nicht so viel Sinn.
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    1. Antwort von Dorothee Meili  (DoX.98)
      Zu 20-29 gehört ein gutes Teil der arbeitenden Bevölkerung in diesem Land: auch in Ausbildung, Studium, junge Eltern sind darunter! Viele keineswegs Party-Leute. Viele aber arbeitend mit Atemschutzmasken oder anderen Einschränkungen. Selber gehöre ich zur Rubrik fast ganz rosa: dies, aber ev. weniger, weil der 25-jährige Elektroverkäufer hinter seiner Maske fast keine Luft bekommt, sondern v.a. weil wir hier vernünftig sind, uns selber schützen und die einfachsten Massnahmen sehr gut einhalten.
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    2. Antwort von Ernst von Allmen  (MEVA)
      @Dorethee Meili.
      Zwischen 30-50 sind es weit mehr.
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    3. Antwort von Dorothee Meili  (DoX.98)
      Ernst von Allmen: auf der Liste hier auf dieser Seite ist tiefrot/am tiefsten rot: 20-29jährig. Aber es geht mir vor allem hier gegen das Jugend-Bashing! Wir wissen im Augenblick wenig, woher die Menschen (es sind zum Glück immer noch wenige), die im Spital landen, kommen, wo sie sich infiziert haben. Vielleicht bin ich einfach privilegiert: alle, aber auch alle, welcher Generation auch immer passen auf, halten sich an die Massnahmen Abstand, Hygiene, Maske öV oder wenn Abstand nicht ist.
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  • Kommentar von Conny Hasler  (conhas)
    @heimberg:Wenn Sie sich gründlich informieren würden,wüssten Sie, das eine Maske durchaus etwas bringen kann.Warum die Zahlen in Spanien,etc.steigen,keine Ahnung.Es wurde nie behauptet,dass das Masken tragen allein etwas bringt,sondern dass man sich an die weiteren Massnahmen wie Abstand/Hygiene,etc. halten soll.Und ganz wichtig; der richtige Umgang mit der Maske.Ich bin sehr froh, dass an meinem Arbeitsplatz eine Maskenpflicht besteht,wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann.
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    1. Antwort von Astrid Meier  (Swissmiss)
      Die Zahlen in Spanien steigen, weil die Leute in den Restaurants und Bars eng beieinander sitzen und laut und angeregt schwätzen und lachen, also massiv Tröpfchen und Aerosole ausstossen. Ohne Maske, versteht sich. Dafür tragen sie Maske, wenn sie ruhig zu einem Spaziergang unterwegs sind, was nicht den geringsten Sinn macht. Es stimmt schon, dass Masken etwas bringen können, aber nur, wenn sie dort getragen werden, wo es Sinn macht, und die Bevölkerung versteht, wie man sich schützt.
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  • Kommentar von Klaus Waldeck  (Oldie)
    Ich denke es wäre erheblich interessanter und aussagekräftiger die Zahl der Spitaleinlieferungen wegen COVID19 nach Altersgruppen darzustellen.
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