Grenzgänger: Mehr Chefs, mehr Büroangestellte

270'184 Frauen und Männer überschreiten zweimal täglich die Schweizer Grenze. Die Grenzgänger arbeiten hier und schlafen zuhause. Die neusten Zahlen zeigen: Die Schweiz ist noch immer attraktiv für «Arbeitsnomaden». Prozentual den höchsten Zuwachs verzeichnet die Zentralschweiz.

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Immer mehr Grenzgänger

3:42 min, aus 10vor10 vom 28.5.2013

1466 Grenzgänger gibt es in der Zentralschweiz. Nicht viel, würde man denken. Überraschender sind dann auch die Zuwachszahlen im Quartals-Vergleich. Gemessen am 1. Quartal 2012 fanden 7.2 Prozent mehr Grenzgänger als im Vorquartal den den Weg in die Zentralschweiz. Auf das Vorjahres-Quartal abgeglichen ist gar eine Zunahme von 22.3 Prozent zu verzeichnen.

Ausländische Grenzgänger 1. Quartal 2013 Vergleich Vorquartal und Vorjahresquartal

Im Vergleich dazu nehmen sich die Zahlen für die Regionen der klassischen Grenzgänger-Kantone geradezu moderat aus. In der Genferseeregion beträgt die Zunahme zum Vorquartal 1.4 Prozent (6.7 Vorjahres-Quartal). Für die Ostschweiz ermittelte das Bundesamt für Statistik eine Zunahme von 1.6 (3.7) Prozent, für Zürich eine solche von 2.6 Prozent (8.6 Vorjahres-Quartal).

Chefs und Büroangestellte

Rückläufig sind die Zahlen für die Nordwestschweiz (-0.5) und den Tessin (-0.1), zumindest was den Vergleich mit dem Vorquartal anbelangt.

Die grössten Zunahmen verzeichnen überdies branchenbereinigt die Unternehmensspitzen sowie deren Administration. Die Zahl der grenzüberschreitenden Führungskräfte hat sich im Vergleich zum Vorquartal um 1.6 Prozent erhöht, gemessen am Vorjahres-Quartal um 7.8 Prozent. Bürokräfte und verwandte Berufe schlagen mit 2.7 Prozent (11.4 im Vorjahres-Quartal) zu Buche.