Grübel zu Offshore-Leaks: «Grösster Datenklau aller Zeiten»

Ein Bankenskandal folgt auf den nächsten. Der neuste Coup: Den Medien zugespielte Dokumente zeigen anscheinend, wie unter anderem Schweizer Banken tausende Gesellschaften in Steueroasen eröffneten. Für Ex-UBS-CEO ist das «der grösste Datenklau aller Zeiten».

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Grübel äussert sich zu Offshore-Leaks

1:27 min, vom 8.4.2013

Schweizer Banken sollen Kunden aus der ganzen Welt helfen, über tausende Gesellschaften in Steueroasen ihr Vermögen an den Steuerbehörden vorbei zu schmuggeln.

«Mit 250 Gigabites an Dokumenten war das der grösste Datenklau aller Zeiten», sagt Oswald Grübel bei «Schawinski». Für den Ex-Chef der Schweizer Grossbank UBS ist das «keine Sache, worüber man sich freuen kann».

Steuerhinterziehung immer möglich

«Wir haben uns beschwert, als andere bei uns Daten gestohlen haben», so Grübel «Und plötzlich sagen wir, dass ist in Ordnung, wenn sie bei den anderen Daten stehlen?»

Trusts, so Grübel, sind ein Bankprodukt, das über 100 Jahre alt ist. Wie jedes andere Bankprodukt könne aber auch dieses zur Steuerhinterziehung benutzt werden.

Auch der Top-Banker Grübel wurde nicht von Krisen verschont. So nahm während seiner Zeit als Konzernchef bei der UBS die Libor-Affäre ihren Lauf. Er selbst musste bei der Schweizer Grossbank den Hut nehmen, nachdem ein Investmentbanker in London mit unautorisierten Wetten über zwei Milliarden Dollar verzockte.

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Gast: Oswald Grübel

27 min, aus Schawinski vom 8.4.2013