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Schweiz Gründe für Anstieg der HIV-Fälle nun bekannt

15 Prozent mehr HIV-Diagnosen in der Schweiz. Was das Bundesamt für Gesundheit im Mai bekannt gab, klang wie eine Hiobsbotschaft. Nun liegen die Ursachen für den Anstieg der HIV-Diagnosen auf dem Tisch.

Legende: Video Warum Aids häufiger diagnostiziert wurde abspielen. Laufzeit 1:23 Minuten.
Vom 06.07.2013.

Die HIV-Diagnosen schnellten vergangenes Jahr in der Schweiz in die Höhe, 15 Prozent mehr, über 600 Fälle. Dies, nach drei Jahren des Rückgangs. Zu den Gründen konnte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) nur spekulieren. Nun liegt ein Expertenbericht vor.

Der Bericht zeigt Erstaunliches: Die Zunahme ist nicht auf Neuinfektionen zurückzuführen. Vielmehr wurde HIV bei Personen diagnostiziert, die bereits seit längerem den Virus in sich tragen, sich aber bisher nicht haben testen lassen.

Interessant dabei: Die neueren Infektionen sind weiterhin rückläufig. Dies, sowohl bei Homo- wie auch bei Heterosexuellen.

Bessere Prävention gemacht

Pietro Vernazza, Präsident der Eidgenössischen Kommission für sexuelle Gesundheit (EKSG), findet dies erfreulich: «Das ist ein Resultat der intensivierten Präventionsstrategie der letzten Jahre. Wir wollten frische Infektionen verhindern und alte Infektionen besser entdecken. Und beides ist passiert.»

In der Schweiz wird immer mehr und vor allem gezielter getestet. So können infizierte Personen besser betreut und weitere Ansteckungen verhindert werden.

13 Prozent der homosexuellen Männer vermuten den festen Partner als Infektionsquelle, 40 Prozent einen Gelegenheitspartner und 22 Prozent einen anonymen Partner. Heterosexuelle nannten in 27 Prozent der Fälle einen festen Partner als Infektionsquelle, 22 Prozent einen Gelegenheitspartner und in 12 Prozent der Fälle einen anonymen Partner.

6 Kommentare

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  • Kommentar von C. Kling, Zürich
    Gut das es die Kampagne "Break The Chains" gibt und immer mehr Leute dazu bringt, sich testen zu lassen. Es zeigt den Erfolg der Kampagne, aber auch, dass das Thema HIV wieder mehr in den Vordergrund und in die Köpfe der Menschen gebracht werden muss. Es kommt immer wieder zu Risikosituationen und daran im Anschluss muss dann ein Test erfolgen! So kann man eben nicht irrtümlicherweise dann die Partnerin oder den Partner anstecken, weil man denkt es ist schon nichts passiert.
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  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    @Kari Huber, Surin ich schrieb doch über "Angst vor Ansteckungen im 'allgemeinen Bewusstsein' der Leute", ich bezog mich nicht ausschliesslich auf HIV, das Sie es nicht 'so' verstanden haben, tut mir leid.
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  • Kommentar von peter kolb, wetzikon
    Liebe Redaktion AIDS wird nicht mittels Test diagnostiziert!
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