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Schweiz Grundlos weggesperrt: Nun bekommen erste Opfer Geld

10‘000 bis 15‘000 Menschen sind in der Schweiz Opfer von so genannten fürsorgerischen Zwangsmassnahmen geworden. Die ersten haben nun Geld aus dem Soforthilfefonds erhalten.

Die Hilfe für die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen läuft an. In diesen Tagen erhalten die ersten einen Beitrag aus dem Soforthilfefonds. Die Berechtigten erhalten zwischen 4000 und 12'000 Franken. Die Höhe richtet sich nach der finanziellen Situation und den Bedürfnissen der Gesuchsteller.

Die Soforthilfe geht an Personen, deren persönliche Integrität durch eine vor 1981 angeordnete fürsorgerische Zwangsmassnahme verletzt worden ist und die sich heute in einer finanziellen Notlage befinden.

Der Soforthilfefonds zahlt keine Entschädigung, vielmehr handelt es sich um eine Geste der Solidarität gegenüber Betroffenen, die besonders darauf angewiesen sind.

Entschädigungen könnten dereinst aus einem Solidaritätsfonds fliessen. Dafür muss aber zuerst eine gesetzliche Grundlage geschaffen werden.

Bis 1981 war es möglich, Menschen auch ohne Gerichtsurteil oder Gutachten wegzusperren, sei es wegen «Arbeitsscheu», «lasterhaften Lebenswandels» oder «Liederlichkeit».

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9 Kommentare

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  • Kommentar von T. Hofer, Rosshäusern
    Ich habe kürzlich festgestellt, dass an einer Stelle wo ich vor Jahren mal eine Parkbusse eingefangen hab das Parkverbot aufgehoben wurde. An wen muss ich mich nun wenden, damit mir die 40 Franken plus Zinsen erstattet werden?
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    1. Antwort von B. Küng, Biel
      Ha Ha, sehr witzig ....... Damals war das Parkieren dort verboten, die Busse also absolut gerechtfertigt. Und Sie nagen wegen dieser 40 Franken bestimmt nicht am Hungertuch, oder?
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  • Kommentar von Claude Hodel, 4153 Reinach
    Es ist ein wichtiges Signal, wenn auch finanziell sehr bescheiden. Menschen, die ihrer Würde so beraupt wurden kann zwar Geld allein nicht heilen, aber es kann helfen den Kampf gegen diesen unwürdigen Sklavenhandel in einem demokratischen Land endgültig zu beseitigen. So etwas darf sich nicht wiederholen!!
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    1. Antwort von A.Käser, Zürich
      C.H./Wir sind wieder drauf und dran die gleiche Situation zu installieren.Diesmal kommen sie einfach von weiter her.Offenbar ist unsere Kultur wie sie gegenwärtig funktioniert nicht fähig,ohne Sozialgefälle zu überleben.Damit es Einigen gut geht,muss es(vielen?)Anderen offenbar weniger gut gehen.Wurde während Jahrhunderten von den Kirchenkanzeln so verkündet.Von denen die es wissen müssen,und den Auftrag dazu von "begüterterer"Stelle gefasst haben.Direktive von ganz OBEN,vermeinen sie zu wissen.
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  • Kommentar von Jens Ingo Lehminger, Schaffhausen
    Sklaverei in dem Land, das sich von der Unterdrückung durch gebietsfremde Mächte losgemacht hat. Irrsinn!
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