Gute Noten für Schweizer AKW

Vier Reaktorschnellabschaltungen und insgesamt 36 meldepflichtige Vorfälle hat es 2012 in den Schweizer AKW-Anlagen gegeben. Dennoch stellt die Aufsichtsbehörde den Atomanlagen ein gesamthaft gutes Zeugnis aus.

AKW Beznau

Bildlegende: Mit 14 Vorkommnissen führen die beiden Reaktorblöcke von Beznau die Pannenstatistik des Ensi an. Keystone

8. Februar 2012: Störung einer Speisewasserpumpe bei AKW Mühleberg. 23. März: Ausfall eine Pumpe im AKW Beznau. 30. Juni: Kurzschluss einer Überspannungs-Schutzdiode in Gösgen. Und am 21. November: Fehler in einem Sicherungsautomaten in Beznau.

Das waren die vier Reaktorschnellabschaltungen im vergangenen Jahr. Gesamthaft registrierte das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat  (Ensi) 36 meldepflichtige Vorkommnisse. Das sind fünf mehr als im Vorjahr. Dennoch stellt das Ensi den Schweizer AKW-Anlagen gute Noten aus.

Die Kernkraftwerke erfüllten die Sicherheitsanforderungen, wie sie in den Gesetzen und Verordnungen festgelegt seien und verfügten darüber hinaus über die von der Aufsichtsbehörde geforderten zusätzlichen Sicherheitsleistungen. Das ist das Fazit des Aufsichtsberichts des Ensi.

Nur «ausreichend» für Beznau 2

Bei einem periodischen Funktionstest war im Mai der Notstanddiesel-Generator nicht gestartet. Daher bewertete das Ensi den Zustand und das Verhalten des
Reaktorblocks 2 nur als «ausreichend».