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VBS im Visier Hacker-Angriff auf Bundesverwaltung

Legende: Video Hackerangriff auf VBS und EDA abspielen. Laufzeit 01:45 Minuten.
Aus Tagesschau vom 15.09.2017.
  • Spezialisten haben den Angriff auf einen einzelnen Server der Bundesverwaltung entdeckt. Die notwendigen Massnahmen wurden ergriffen.
  • Der Bundesrat und die zuständigen politischen Gremien wurden über den Vorfall informiert.
  • Es wurden zwei Strafanzeigen bei der Bundesanwaltschaft gegen Unbekannt eingereicht.

Der Angriff wurde bereits im Juli entdeckt und gestoppt, wie es in einer Mitteilung heisst. Beim Angriff kam der Windows-Trojaner Turla zum Einsatz. Ob und welche Daten gestohlen wurden, ist nicht klar. Laut Bundesratssprecher André Simonazzi werden vorläufig keine weiteren Informationen bekannt gegeben.

Zwei Strafanzeigen eingereicht

Gemäss der Bundeskanzlei wurden umgehend Sicherheitsmassnahmen eingeleitet und umfassende Analysen veranlasst. Der Vorfall wird untersucht. Der Bundesrat und die Präsidien der zuständigen Kommissionen wurden über den Angriff informiert.

Das VBS hat bei der Bundesanwaltschaft Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht. Ebenfalls Anzeige eingereicht habe das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), das wegen einer Attacke auf die Systeme eines Dienstleistungserbringers beeinträchtigt worden sei.

Nicht der erste Spionageangriff

Ende August hatte der Bundesrat bestätigt, dass eine Sicherheitslücke in den Netzwerken der Bundesverwaltung während Jahren unentdeckt geblieben war. Geschlossen wurde sie erst im Februar 2017. Über einen allfälligen Angriff in diesem Zusammenhang wurde bisher nichts bekannt.

Dies war nicht das erste Sicherheitsleck beim Bund. Beim 2016 entdeckten Spionage-Angriff auf die RUAG wurden mehr als 20 Gigabyte Daten gestohlen. 2012 entwendete ein Informatiker des Nachrichtendienstes Daten und versuchte diese zu verkaufen.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Mischa Markert (THECOMMENTATOR)
    Alle grossen Nationen setzen Undercover-Hackergruppen ein, um bei einem zukünftigen Cyberkrieg bessere Karten zu haben. Das schliesst die USA, Russland, China und wahrscheinlich auch Indien ein. Und die staatlichen Auftraggeber sind sicher nicht so dumm, diese Attacken von ihren eigenen Systemen ausgehen zu lassen. Das Ziel ist, Werkzeuge zu schaffen, um nicht nur die Infrastruktur eines Landes empfindlich stören zu können, sondern es geht auch darum die Informationshochheit zu erlangen.
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  • Kommentar von Charles Halbeisen (ch)
    Das waren vermutlich Kinder. Für echte Hacker bringt das keine Ehre, einen Betrieb zu hacken, der die meisten Geheimnisse ungefragt selbst ausplaudert (zb unseren Spion in Deutschland auffliegen lässt)
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