Heisse Drähte bei der EDA-Helpline

Im Juli haben so viele Schweizerinnen und Schweizer wie nie zuvor beim eidgenössischen Aussendepartement EDA Rat gesucht. Grund für die Zunahme ist die zunehmende Unsicherheit in und um Europa.

Kann ich in noch nach Südfrankreich reisen? Ist ein Städtetrip nach München sicher? Und wie sieht die Lage in der Türkei aus? Nach den Meldungen über Terroranschläge und politische Unruhen in den vergangenen Wochen haben viele ferienhungrige Schweizer Rat beim eidgenössischen Aussendepartement EDA gesucht.

Im Juli seien 7000 Anfragen verzeichnet worden, bestätigte der Leiter der Helpline in der «NZZ am Sonntag». Das ist der höchste Wert, der seit der Schaffung des Hilfsangebotes je registriert wurde. Seit Jahresbeginn liegt die Zahl der Anfragen um 18 Prozent über jenen des Vorjahres – Tendenz steigend. Bis Ende Jahr erwartet man beim EDA rund 65'000 Anfagen. Vor allem per Telefon, aber auch über Emails.

Eine Frau mit einem Kopfhörer.

Bildlegende: Die Touristen-Helpline beim EDA gibt es seit fünf Jahren. Colourbox/Symbolbild

Grund für die Zunahme sei die zunehmende Unsicherheit in und um Europa. Die Leute machten sich Sorgen – etwa wegen des Attentats in Nizza, dem Amoklauf in München oder dem Putschversuch in der Türkei.

Wie der Leiter der Helpline in der «NZZ am Sonntag» erklärte, seien der Grund für die Anrufe häufig auch die Reiseverantstalter. Diese zahlten die Kosten für eine Annullierung oftmals nur, wenn das EDA zuvor von einer Reise abgeraten habe.
Die Helpline des EDA wurde vor fünf Jahren geschaffen. Seither stieg die Zahl der Anfragen stetig.

Anfragen bei EDA-Helpline