HEKS bleibt wegen dramatischer humanitärer Lage im Libanon

Der Flüchtlingsstrom aus Syrien nach Libanon reisst nicht ab. Das Hilfswerk verlängert deshalb seinen Einsatz.

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Bildlegende: Unter den Flüchtlingen sind vor allem Frauen und Kinder. Viele wurden von ihren Erlebnissen traumatisiert. Keystone

Der Flüchtlingsstrom aus dem Bürgerkriegsland Syrien nach Libanon reisst nicht ab. Deshalb verlängert das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS) seine Präsenz.

Ab November werden im Flüchtlingslager Shatila in Beirut Lebensmittelgutscheine, Decken, Öfen und Heizöl verteilt – denn der Winter steht unmittelbar bevor. Dafür benötigt das HEKS 500'000 Franken.

Über 700'000 nach Libanon geflüchtet

Im Lager drängen sich derzeit rund 20'000 Menschen auf einem Quadratkilometer Fläche. 80 Prozent sind palästinensische Familien, die in Syrien gewohnt hatten. 14 Prozent sind syrische Familien.

Laut dem UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR waren Ende August 716'000 syrische Flüchtlinge in Libanon registriert. In Jordanien waren es 515'000, in der Türkei 460'000, im Irak 168'000 und in Ägypten 110'000 Menschen.