Herzlicher Empfang für Portugals Präsidenten

Gemeinsam mit Johann Schneider-Ammann schritt Marcelo Rebelo de Sousa in Bern eine Ehrenformation der Schweizer Armee ab. Danach schüttelte Portugals Präsident auf dem Bundesplatz zahlreiche Hände und verteilte Küsschen an seine hier lebenden Landsleute.

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Staatsbesuch aus Portugal

5:04 min, aus Tagesschau vom 17.10.2016

Der leichte Nieselregen in Bern konnte die Laune des portugiesischen Präsidenten nicht im geringsten trüben. Nach dem Empfang durch den Gesamtbundesrat schritt Marcelo Rebelo de Sousa mit Johann Schneider-Ammann eine Ehrenformation der Schweizer Armee ab.

Danach begab sich der Portugiese strahlend zu den rund 300 Zuschauern, die den Bundesplatz säumten – und gab sich volksnah: Er schüttelte viele Hände, sprach mit einigen Leuten, verteilte Küsschen und liess Selfies mit sich schiessen.

«Wie gut wir uns doch verstehen»

In den anschliessenden Ansprachen in der Wandelhalle des Bundeshauses verwiesen er und Schneider-Amman auf die guten Beziehungen zwischen den beiden Ländern. «Wie gut wir uns doch verstehen», sagte der Bundespräsident. Der Staatsbesuch würde helfen, die enge Bande zu würdigen und zu verstärken.

Portugals Präsident spricht auf dem Bundesplatz lachend mit einer Zuschauerin.

Bildlegende: Ein Präsident zum Anfassen: Marcelo Rebelo de Sousa spricht in Bern mit einer Zuschauerin. Keystone

Obwohl die Schweiz kein EU-Mitglied sei, liege es in ihrem Interesse, dass die Europäische Union stabil und prosperierend bleibe. Die Schweiz suche nun nach Wegen, um die Migration zu steuern und gleichzeitig die Beziehungen zur EU zu regeln.

Rebelo de Sousa sprach seinerseits von einer «Freundschaft mit historischen Wurzeln». Er sagte, die EU könne von einer Zusammenarbeit mit der Schweiz viel gewinnen. Gleichzeitig sprach er sich für den Erhalt der Personenfreizügigkeit aus.

Berufsbildung als wichtiges Thema

Im Anschluss zogen sich die Delegationen zu offiziellen Gesprächen in das Hotel Bernerhof zurück. Die Europapolitik, Wirtschaftsthemen sowie Bildung und Forschung werden dabei im Zentrum stehen, wie das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) vorab mitgeteilt hatte.


Marcel Rebelo de Sousa auf Staatsbesuch in der Schweiz

5:35 min, aus SRF 4 News aktuell vom 17.10.2016

Der Staatsbesuch des portugiesischen Staatspräsidenten dauert zwei Tage. Am Morgen war Rebelo de Sousa von Schneider-Ammann in Genf begrüsst worden, in Anschluss besuchten sie Forschungsinstitutionen des Biotech Campus und zum Human Brain Project. In einem Spezialzug fuhren sie anschliessend nach Bern. Am Abend sind die Delegationen beider Länder zum Gala-Dinner geladen.

Der zweite Tag des portugiesischen Staatsbesuchs ist der Berufsbildung und der Kultur gewidmet. Auf dem Programm stehen Besuche in einem Industriebetrieb und einem Museum im Emmental.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Eingang zum Club Academico de Viseu in Genf.

    «Die Schweiz war wie ein Paradies»

    Aus Echo der Zeit vom 17.10.2016

    Bundespräsident Johann Schneider Amman hat den portugiesischen Präsidenten Marcelo Rebelo de Sousa zu einem Staatsbesuch empfangen. In der Schweiz leben rund 270'000 Portugiesinnen und Portugiesen. Sie bilden hinter der deutschen und der italienischen die drittgrösste ausländische Gemeinschaft.

    Der Grossteil der Portugiesen lebt in der Westschweiz.

    Barbara Colpi