Herztransplantationszentren: Vorerst bleibt alles beim Alten

Herztransplantationen sollen vorerst bei den Universitätsspitälern Bern, Lausanne und Zürich belassen werden. Das schlägt das Fachgremium der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren (GDK) nach einer Analyse der Behandlungsresultate der letzten Jahre vor.

Ärzte im Operationssaal

Bildlegende: Eine Entscheidung für den Status Quo. In drei Schweizer Städten führen Ärzte Herztransplantationen durch. Keystone

Die Qualität der Behandlung sei in allen drei Zentren gut, heisst es in einer Mitteilung der GDK. Das 12-köpfige Fachgremium empfehle jedoch, die Herztransplantation künftig nicht mehr isoliert zu betrachten, sondern in ein Gesamtkonzept der Behandlung von schwerer Herzinsuffizienz zu integrieren.

Die Empfehlungen des Fachorgans für hochspezialisierte Medizin (Fachorgan HSM) werden bis Herbst dem Beschlussgremium vorgelegt. Dieses werde dann bis spätestens Ende Jahr definitiv über die Zuteilung entscheiden.

Zwei oder drei?

2010 hatten die Kantone beschlossen, Herztransplantationen bis Ende 2013 den Unispitälern Bern, Lausanne und Zürich zuzuteilen. Wegen der schweizweit sehr kleinen Fallzahlen sollte jedoch mittelfristig eine Reduktion auf maximal zwei Zentren angestrebt werden.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Kinderchirurg Rene Pretre implantiert einem Kleinkind ein neues Herz, aufgenommen am Ende 2011 in Zürich. Es ist in der Schweiz die zweite Herztransplantation an einem Kind im ersten Altersjahr.

    Herztransplantationen: Alles soll bleiben wie es ist

    Aus Echo der Zeit vom 19.6.2013

    Herztransplantationen werden heute in Zürich, Bern, Lausanne durchgeführt. Das sind zu viele Standorte, haben Experten immer wieder betont. Nun aber haben Fachleute eine Empfehlung  erarbeitet und sind zum Schluss gekommen: Alles soll bleiben wie es ist.

    Elmar Plozza