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Schweiz Höhere Arbeitslosigkeit im Juli

Etwa 130'000 Menschen waren im letzten Monat ohne Job. Damit ist die Zahl der Arbeitslosen in der Schweiz leicht angestiegen. Vor allem bei den Jugendlichen ist eine Zunahme festzustellen.

Die Zahl der Arbeitslosen in der Schweiz ist im Juli weiter gestiegen. Ende Monat waren 128'516 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldet, 2018 mehr als noch im Juni. Die Arbeitslosenquote stieg dadurch von 2,9 auf 3,0 Prozent.

Im Vergleich zum Juli 2012 erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen um 10,5 Prozent oder 12'222 Personen. Vor Jahresfrist lag die Arbeitslosenquote denn auch erst bei 2,7 Prozent.

Mehr Jugendliche ohne Job

Inzwischen haben auch einige Arbeitssuchende ihr Anrecht auf Arbeitslosengeld verloren und wurden ausgesteuert. Alleine im Mai waren es beispielsweise über 3200 Personen – dies sind die aktuellsten Zahlen, welche das Seco veröffentlicht hat.

Deutlich zugelegt hat im Juli die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren. Sie erhöhte sich um 13,3 Prozent auf 17'631 und lag damit auch 6,6 Prozent über dem Wert von Juli 2012. Der Anstieg dürfte damit zusammenhängen, dass im Juli eine Reihe von Schul- und Lehrabgängern zum ersten Mal als arbeitslos gemeldet waren.

Saisonal bedingte Zunahme

Legende: Video «Mehr Arbeitslose in der Schweiz» abspielen. Laufzeit 0:33 Minuten.
Aus Tagesschau vom 08.08.2013.

Laut Boris Zürcher, beim Seco neu zuständig für die Schweizer Arbeitsmarktpolitik, ist dies für die Jahreszeit normal. Die Zunahme aus saisonalen Gründen beziffert er mit rund einem Drittel. Erfahrungsgemäss würden viele betroffene Jugendliche relativ rasch eine Stelle finden.

Die restlichen zwei Drittel der Zunahme sei dagegen konjunkturell bedingt, sagt Zürcher. Hier seien vor allem Angestellte von Export-Branchen neu von Arbeitslosigkeit betroffen. Diese Zunahme werde wohl auch in den kommenden Monaten weitergehen.

14 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Knecht, Torny
    Versagen der Marktwirschaft. Das Krasse an den Zahlen ist, dass es auf 128'516 "Kurzzeitarbeitslose" nur 14'037 gemeldete offene Stellen gibt. Marktwirtschaftlich müsste es hier nun einen Boom an neuen Firmen und Stellen geben, aber das ist nicht der Fall. An die 236'133 Sozialhilfeempänger von denen mache gerne ein besseres Leben hätten ist garnicht zu denken. Hier versagt unsere Wirtschaft moralisch.
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  • Kommentar von John Doe, Basel
    Die Aussage "Etwa 130'000 Menschen waren im letzten Monat ohne Job" ist falsch, denn wie im selben Artikel steht kommen da noch 3200 (jeden Monat zusätzlich) ausgesteuerte dazu welche ja auch keinen Job haben.
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    1. Antwort von Beppie Hermann, Basel
      "Etwa 130'000 Menschen waren im letzten Monat ohne Job. Damit ist die Zahl der Arbeitslosen in der Schweiz leicht angestiegen." Die Aussage ist so nicht falsch, denn AL und Ausgesteuerte werden getrennt aufgeführt. Es ist ungefähr wie mit dem Begriff "Schweizer", Laut BfS werden "Schweizer mit Migrationshintergrund" zu "Schweizern" ab 3.Generation. Genauere Angaben sind danach verschwommen.
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    2. Antwort von Hans Knecht, Basel
      Herr Hermann, die Zahlen und Aussagen vom BfS sind m.E. irreführend. Jemand der Ausgesteuert wurde ist auch ohne Arbeit und somit meines Erachtens im wahrsten Sinne der Wortes "arbeitslos". Und die müssen m.E. faire Weise hier auch erwähnt werden um ein objektives Bild zu erreichen. Ebenso alle Hausfrauen die gerne wieder oder vermehrt in den Beruf einsteigen möchten.
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    3. Antwort von Beppie Hermann, Basel
      Hans Knecht, ein Unterschied wird deshalb gemacht, weil AL, AG oder eben Hausfrauen nicht aus derselben Kasse bezahlt werden. Und ich denke, es würde schwierig, jobsuchende Hausfrauen oder Ausgesteuerte, die mal da mal dort zwischendurch ein wenig jobben, pensioniert werden, auswandern, in eine Klinik müssen oder sterben statistisch festzuhalten.
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Das wird gerne verschwiegen: Die Massenzuwanderung trägt ebenfalls zur Steigerung der Arbeitslosigkeit bei. Die Einwanderer, die noch einen Arbeitsvertrag in der Tasche hatten, sind ebenfalls nicht gegen die Arbeitslosigkeit geimpft. (Un)dank sei der Personenfreizügigkeit!
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    1. Antwort von M. Keller, 6370 Stans
      Mehr noch: jeder, der aus dem Ausland hier her kommt und eine Stelle antritt, bewirkt, das einer der hier ist (egal ob CH od. arbeitsloser Ausländer) keinen Job bekommen hat... Vor der PFZ gab es auch Einwanderer; nur mussten die Betriebe - dank Inländerbevorzugung - erst am heimischen Markt selektieren, bevor sie aus dem Ausland holen durften... "Dank" der PFZ haben wir diese Klausel nicht mehr; jedoch jedes EU-Land ggü CH-Bewerbern...
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    2. Antwort von Beppie Hermann, 6370 Stans
      M. Keller, nicht nur jedes EU-Land, sozusagen jedes Land auf Erden durchleuchtet potentielle Einwanderer bis auf die Slips! Damals, bevor wir 80 mit unsern zwei Kleinkindern nach Australien auswanderten, wurden Leumund,unsre Berufe, Antrittsstelle wenigstens eines Partners, Vermögen,Sprache, Kenntnisse von Land+Gebräuchlichkeiten usf genauestens unter die Lupe genommen.Und daran hat sich bis heute,auch nicht in anderen,typischen Einwanderungsländern,etwas geändert.Nur wir Naivlinge sind so blöd!
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    3. Antwort von M. Keller, 6370 Stans
      Die Überprüfung des Einwanderers ist mir iwie sogar eagl; aber die AWA's, RAV, SECO (und die Medien!) sollten mal anfangen zu überprüfen, ob die eingewanderten "Facharbeiter" wirklich besser qualifiziert sind. Resp. ob Schweizer eine faire Chance hatten... (Bsp. werden in D Arbeitslose als Busfahrer/LKW-Fahrer ausgebildet, und - mit Segen des SECO - dann in die CH vermittelt; CH-Arbeitslose bekommen höchstens Beschäftigungsmassnahmen durch's RAV...)
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