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Schweiz Hohe Hürden für neue Kitas?

Wer einen Platz in einer Kindertagesstätte sucht, hat zum Schulbeginn gute Chancen. Dann werden Kita-Plätze frei. Wer hingegen selbst eine neue Kita eröffnen will, hat eine Reihe von Vorgaben zu erfüllen. Zu hohe, haben Kita-Initianten schon kritisiert. Stimmt das?

Die Vorschriften für neue Kindertagesstätten sind je nach Kanton und Ort verschieden. Sie hängen von Anzahl und Alter betreuter Kinder sowie von der Raumgrösse ab. Für Kindertagesstätten und Horte gelten die gleichen Vorgaben wie für andere öffentlich zugängliche Gebäude. Da geht es gemäss Talin Stoffel, Geschäftsleiterin des Verbands Kindertagesstätten der Schweiz, um baupolizeiliche Auflagen, Hygienevorschriften und um die Bau- und Zonenordnung.

«Gesetzliche Hürden sind nicht das Problem»

Der Kanton Bern hat untersuchen lassen, ob gesetzliche Hürden neue Kitas tatsächlich verhindern. Das sei nicht der Fall, sagt Esther Christen von der kantonalen Fachstelle Familie. Die Studie habe gezeigt, dass es weder organisatorische, noch administrative oder bauliche Vorschriften gebe, die die Gründung von Kitas verhindern würden.

Es gebe aber andere Probleme, sagt Christen. Es ist sehr schwierig geeignete Räumlichkeiten zu finden. Nicht zuletzt auch deshalb weil Einsprachen Kita-Projekte zeitlich verzögern können. Oder weil die Kita-Initiantinnen und -Initianten bei der Standortwahl zu wenig an die Vorschriften denken: Statt geeigneter Räume in der Gewerbezone wünschten sie sich die charmante Wohnung im Zentrum. Daniela Ludwig vom Umwelt- und Gesundheitsschutz Zürich beobachtet, dass die Krippenbetreiber sehr viel Wert auf die pädagogischen Ansätze legen und dass sich diese manchmal nicht mit den Anforderungen von rechtlicher Seite decken.

Die Hürden für neue Kitas sind also da. Sie sind jedoch eher bei Nachbarschaft, Standort und nicht zuletzt bei den Vorstellungen künftiger Kita-Betreiberinnen und -Betreiber zu suchen.

8 Kommentare

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  • Kommentar von Margrit Holzhammer, 8903 Birmensdorf
    Es mag Situationen geben, in denen Kinder in eine Kita müssen: z. B. alleinerziehende Väter oder Mütter. Dazu soll es gut und liebevoll geführte Krippen geben. Allerdings frage ich mich je länger je mehr, WARUM Kinder in die Welt gesetzt werden, wenn diese, kaum ein paar Wochen alt, in die Krippe abgeschoben werden. Oft geht es den Eltern nur darum ihrem Egotripp nacheifern zu können: eigenes Haus, neues Auto, teure Ferien oder einfach nur um sagen zu können: Meine Tochter, mein Sohn."
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    1. Antwort von Alexander Moser, Interlaken
      Als Vater und Unternehmer werde ich immer wieder schräg angeschaut und belächelt (insbesonder von den Behörden bzw. einigen "überemanzipierten Vertreterinnen" der Sozialindustrie), wenn ich sage, dass ich mein Arbeitspensum um 2 Tage reduziert habe und auf einiges Verzichte, um möglichst viel Zeit mit meinem Sohn zu verbringen... dafür gäbe es doch KITAS - und dort habe es ein Kind sowieso viel besser als beim Vater Zuhause... Traurig aber leider Wahr!!
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    2. Antwort von Margrit Holzhammer, 8903 Birmensdorf
      @Alexander Moser: Ich gratuliere Ihnen zu Ihrem Entscheid.
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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Leider, leider... Leider merken unsere Politiker und Beamten nicht, dass sie mit ihrem Regelwahn und ihrem Realitätsverlust uns Normalverdienern das Leben immer schwerer machen. Oder aber es wird bewusst verhindert, dass wir Bürger die Sache selber in die Hand nehmen. Stattdessen wir uns praktisch etwas aufgezwungen, dass aber nur noch die Reichen bezahlen können. Ein Kita MUSS gratis sein. Was spricht dagegen, dass die auch im Quartier selber organisiert werden? Ach ja, die Abzocker-Politiker!
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    1. Antwort von Alexander Moser, Interlaken
      Die Abzocker-Politiker - bzw. die linke Sozialindustrie! Diese verdient an jeder sinnlosen Überregulierung - die schlussendlich auch umgesetzt und kontrolliert werden muss - Unsummen! Und wir sind so dumm und wählen diese "Abzocker" alle 4 Jahre wieder, weil wir ihren leeren Versprechen ein fürs andere mal Glauben schenken...
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    2. Antwort von Verena Casagrande, Kilchberg
      Wie Recht Sie haben, aber was kann man gegen so eine Politik unternehmen ?
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    3. Antwort von Margrit Holzhammer, 8903 Birmensdorf
      @Alexander Moser und Verena Casagrande: Unser ganzes System ist krank. Wer wählt die Politiker? Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, äxgüsi, alle auch krank. Es wird einen Umbruch geben im Lande und dann kommt DIE WAHRHEIT ans Tageslicht. Ohne Wahrheit keine Freiheit und auch keine Gerechtigkeit.
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    4. Antwort von Alexander Moser, Interlaken
      @Verena Casagrande: zum Beispiel andere Politiker wählen - bzw. überhaupt wählen gehen? Aber es ist schon so, nach den Wahlen machen die Politiker was sie wollen und kümmern sich oft einen "Dreck" um die Stimmung im Volk bzw. deren Sorgen und Nöten! Und so leid es mir tut - aber gerade die ach so sozialen Linken sind da oft die schlimmsten - was aber nicht heissen soll, dass die anderen Parteien wirklich besser sind...
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