Zum Inhalt springen
Inhalt

Schweiz Hoher Sachschaden nach Krawallen in Zürich

In den Kreisen 3 und 4 in Zürich ist es am späten Samstagabend nach einer unbewilligten Demonstration zu heftigen Krawallen gekommen. Die Polizei setzte Wasserwerfer, Tränengas und Gummischrot gegen Randalierer ein. Verletzt wurde offenbar niemand.

Legende: Video Krawalle in Zürich abspielen. Laufzeit 01:02 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 03.03.2013.

Kurz nach 23 Uhr formierte sich beim besetzen Binzareal an der Uetlibergstrasse ein unbewilligter Demonstrationszug. Weit über 1000 Personen marschierten durch die Kreise 3 und 4 – darunter Linksautonome und Personen aus der Hausbesetzerszene, schreibt die Stadtpolizei Zürich.

Kurz darauf kam es im Kreis 3 und später im Kreis 4 zu Sachbeschädigungen. Randalierer setzten Container und Autos in Brand. Auch mehrere Einsatzfahrzeuge seien massiv beschädigt worden.

Die Polizei setzte Gummischrot, Tränengas und Wasserwerfer ein. Diverse Strassen waren blockiert, dicke Tränengas-Schwaden lagen über der nächtlichen Gewaltszenerie, berichteten Beobachter.

«Sehr aggressive Gruppe»

Augenzeugen berichteten von massiven Schäden an einer UBS-Filiale. Dort hätten Vermummte versucht, eine Tür aufzubrechen. Sie hätten auch eine Coop-Filiale aufgebrochen und geplündert. Auch bei der Polizeiwache Wiedikon und weiteren Gebäuden gingen Fensterscheiben in die Brüche.

Laut der Stadtpolizei haben sich ein paar Dutzend Leute im Pulk der anderen «sehr aggressiv» verhalten. Marco Bisa, Sprecher der Stadtpolizei Zürich, zeigt sich im Gespräch mit der «Tagesschau» irritiert: «Es ist erschreckend, dass sich die anderen Mitläufer nicht von diesen gewalttätigen Chaoten distanziert haben.»

Hoher Sachschaden – keine Festnahmen

Nach ersten Schätzungen der Stadtpolizei beläuft sich der Sachschaden auf mehrere Hunderttausend Franken. Meldungen über Verletzte oder Festnahmen liegen derzeit keine vor.

Das ehemalige Fabrikgebäude auf dem Binzareal wird seit 2006 besetzt. Es wird als alternatives Wohn- und Kulturzentrum genutzt. Die Demonstranten hatten am späten Samstagabend zu einer unbewilligten Kundgebung aufgerufen. Laut eigenen Angaben wollten sie als Reaktion auf die angekündigte Räumung «ein Zeichen setzen».

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

40 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von S. Suleyman, Zürich
    Einfach gesagt, jedoch nicht Hieb und Stichfest. Wir sprechen hier von den Ausfallenden Personen im gesamthaft friedlichen Umzug.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von J.Sand, Zürich
      Leider ist der Begriff "Umzug" bereits von der Fasnacht und anderen fröhlichen oder traurigen Strassendarbietungen belegt. Hierbei handelte es sich um eine illegale "Demonstration". Und dem Herr Duran sei gesagt, dass es noch keiner Generation besser ging als der heutigen. Da er sich indirekt als "nicht mehr jung" bezeichnet, könnte es sein, dass er an Gedächtnisverlust leidet.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von A. Planta, Chur
      @J.Sand, Zürich: So wie sie schreiben haben sie wahrscheinlich das Glück auf der Sonnenseite leben zu können. Dass dies für alle gelten solle ist eine haltlose Behauptung. Immer mehr Leute fallen heutzutage durch die sozialen Maschen und immer mehr Leute finden sich in der heutigen Welt nicht mehr zurecht.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Trevor Basma, Basel
      Wer es schafft, selbst bei der Sozialhilfe durchzufallen, ist nicht bemitleidenswert.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von Verena Eberhard, 5722 Gränichen
      Suleyman diese Demonstration war nicht bewilligt und die Organisatoren dieses sogenannten Umzuges distanzieren sich nicht von dieser Gewalt. So wie ich es sehe gehören Sie auch zu der Spezies Menschen, welche ohne Leistung und Eigenverantortung auf Kosten der Gesellschaft leben will.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Das ist aber Hausgemacht, liebe Zürcher. 1. Zürich ist als Polizeistadt bekannt. Die gehen lieber gegen die eigene Bevölkerung los, als dass sie die wahren Kriminellen, die sie nie erreichen werden, verfolgen. 2. Je mehr Leute an den Rand gedrängt werden, desto mehr gehen auch auf die Strasse. Ein Staat der zuerst bei den Armen, Behinderten und Jungen spart, gleichzeitig aber den Reichen immer mehr gibt, muss sich nicht wundern, wenn die Leute unzufrieden sind. Ich verstehe die Jungen heute!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Trevor Basma, Basel
      War irgendein wirklich bedürftiger, behinderter Mensch an dieser Demo? Das war eher Selbstdarstellung von gutsituierten Jugendlichen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von S. Sugano, Therwil
    Keine Festnahmen? Ich lese wohl nicht richtig... Wenn der Einsatz von Gummischrott und Traenengas nichts bringt, dann gibt es leider keine andere Moeglichkeit als effektiver und einiges Haerter ran zu gehen, so was darf nicht geduldet werden. Klar, geht man etwas Haerter ran, kommt gleich wieder Menschen recht, Polizei Gewalt, etc. Aber das sollte endlich eh anderst geregelt werden, sonst haben wir alle Verloren, und nur noch Selbstjustiz wird zur einzigen Loesung, wenn die Polizei versagt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Michael Maier, 9410 Heiden
      Amen!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen