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Schweiz «Horizon 2020»-Abkommen ist unterschriftsreif

Es ist zumindest ein Zwischenerfolg für den Forschungsplatz Schweiz: Die EU-Minister haben in Brüssel das neue «Horizon 2020»-Abkommen mit der Schweiz gut geheissen. Allerdings betrifft es einzig einen Teilbereich – und gilt nur bis Ende 2016.

Labor
Legende: Das neue Abkommen ist ein Zwischenerfolg für den Forschungsplatz Schweiz – dennoch bleibt vieles offen. Keystone

«Horizon 2020», so heisst das Förderprogramm der EU für Forschung und Innovation. An ihm beteiligt waren auch Forscher aus der Schweiz – bis am 09. Februar 2014. Denn dem Ja zur Masseneinwanderungsinitiative am 9. Februar legte die EU-Kommission unter anderem auch die Verhandlungen zu «Horizon 2020» auf Eis. Konkret hiess dies: Keine Beiträge mehr aus der EU für Schweizer Forscher.

Die EU-Staaten haben nun grünes Licht gegeben für ein neu ausgehandeltes Abkommen. Es wird am Freitag in Brüssel in Anwesenheit von Bundesrat Johann Schneider-Ammann unterzeichnet.

Ein Teilbereich, nicht mehr

Allerdings: Das Abkommen betrifft nur einen Teilbereich. Konkret geht es um die universitäre Spitzenforschung. Dafür können sich Schweizer Forscher bereits seit dem 15. September wieder als gleichberechtigte Partner bewerben. Für alle übrigen Ausschreibungen von «Horizon 2020» gilt das nicht. Dort hat die Schweiz den Status eines Drittstaates – Forscher erhalten damit keine EU-Fördergelder.

Die ausgehandelte Teilassoziierung gilt bis Ende 2016. Danach nimmt die Schweiz entweder wieder vollständig oder in allen Bereichen nur noch als Drittstaat teil. Dies hängt davon ab, wie es bei der Personenfreizügigkeit mit der EU weitergeht.

7 Kommentare

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  • Kommentar von H. Frühling, Bern / Zürich
    Wenn ihr alle so dagegen seid: Unternehmt doch etwas. Den Vertag muss man ja nicht unterzeichnen. Wenn genügend gegen den Vertrag geweibelt wird, könnte es ja zu einer Nichtunterzeichnung kommen. Es sitzt dann nur die EU-Vertretung am Tisch und die CH-Seite bleibt leer. Die Folgen? Das müsst ihr selber wissen.
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    1. Antwort von P Zunger, Basel
      Die Folgen wären mindestens 20-30% mehr Forschungsgelder in der CH, wären sicher 200 Mio CHF pro Jahr! Bei Horizon 2020 frisst ein schöner Teil dieser 20-30% die EU Bürokratie in Brüssel weg, ein nochmal beträchtlicher weiterer Teil fressen die zwingenden Themen jedes Horizon 2020-Projekts wie "Europäische Integration" = Forschungsentwicklungshilfe für marode Südeuropa Staaten, oder wie "gesellschaftlicher Herausforderungen", "nachhaltige Entwicklung", was immer das alles auch heissen mag, etc.
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  • Kommentar von E. Waeden, Kt. Zürich
    Wäre interessant zu wissen, wie viele Zugeständnisse die Schweiz gegenüber der EU hat machen müssen. Aber eben! "Einem geschenktem Gaul schaut man nicht ins Maul", wird die EU sich denken & unser gutes Geld gerne annehmen.
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  • Kommentar von Peter Escher, Varen
    "..bei vollständiger Kostenbeteiligung? "- aber SICHER ..!!!! noch Fragen ...
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