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Im Alter von 100 Jahren Exit-Mitbegründer Rolf Sigg ist tot

  • Als Sterbehilfe-Pionier habe Sigg dem selbstbestimmten Sterben in der Schweiz Mitte der Achtzigerjahre zum Durchbruch verholfen, heisst es in einer Todesanzeige von Exit vom Freitag im «Tages-Anzeiger».
  • Gemäss der Todesanzeige in der «Neuen Zürcher Zeitung» verstarb Sigg bereits Mitte September. Am 30. Oktober wurde in Zürich im Familien- und Freundeskreis Abschied genommen.
  • Sigg hatte als Geschäftsführer von Exit massgeblich dazu beigetragen, die Sterbehilfe-Organisation landesweit bekannt zu machen und Vorurteile abzubauen. Rund 500 Menschen erlöste er in dieser Zeit von ihren Leiden.
  • Wegen seines Engagements sah er sich immer wieder Widerständen ausgesetzt: 1986 verlor Sigg sein Pfarramt in Grenchen SO. Die Presse nannte ihn jahrelang den «Todesengel». In Deutschland wurde er gar mehrmals verhaftet.
  • 2012 gewann Sigg den Schweizer Prix-Courage-Publikumspreis.
Legende: Video Prix Courage für Rolf Sigg abspielen. Laufzeit 3:51 Minuten.
Aus Glanz & Gloria vom 17.10.2012.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Ochsner (Hans Ochsner)
    Wenn ich die Kommentare lese gelange ich zum Schluss: EXIT = Selbstbestimmung. Religion = Fremdbestimmung. Eigentlich egal, jedem seine individuelle Orientierung!
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  • Kommentar von kurt messikommer (carlo)
    Die Schweiz hat mit Pfarrer Rolf Sigg einen seiner mutigsten und aufrichtigsten Bürger verloren.Herr Sigg war 1962 in Uster als Pfarrer tätig und ein Nachbar unserer Familie, wo ich aufgewachsen bin.Ich hatte als 16-jähriger Konfirmand viele gute Gespräche mit Ihm über Gott und die Welt..Wenn alle Geistlichen so weltoffen währen wie Pfarrer Sigg es war hätte die Kirche kein Problem mit Mitgliederschwund
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Wir sollten Menschen die Exit in Anspruch nehmen oder wollen nicht verurteilen. Wenn Menschen zu sehr leiden, ziehen sie manchmal das Sterben vor. Zitat Hermann Hesse: Was den freiwilligen Tod betrifft: Ich sehe in ihm weder eine Sünde noch eine Feigheit. Aber ich halte den Gedanken, dass dieser Ausweg uns offen steht, für eine gute Hilfe im Bestehen des Lebens und all seiner Bedrängnisse.
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