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Schweiz Im House of Switzerland: Putin weicht kritischen Fragen aus

Platz zwei im Medaillen-Spiegel für die Schweiz - da wird nicht nur Sportminister Ueli Maurer vom Olympia-Fieber gepackt. Im House of Switzerland in Sotschi begrüsste der Bundesrat den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Kritische Fragen beantwortete Putin nicht.

Legende: Video Putin zu Besuch im «House of Switzerland» abspielen. Laufzeit 1:53 Minuten.
Aus Tagesschau vom 15.02.2014.

Putin machte einen kurzen Rundgang durch das House of Switzerland und liess sich die eine oder andere Besonderheit erklären. In einem auf Deutsch geführten Gespräch lobte er die Architektur des Hauses. Bundesrat Maurer seinerseits sagte dem Präsidenten, er sei von der Organisation der Spiele tief beeindruckt.

Maurer und Putin beim Smalltalk.
Legende: Bundesrat Ueli Maurer spricht mit Putin über die guten Schweizer Leistungen in Sotschi. SRF/Christof Franzen

Am Ende des Besuchs gab der russische Präsident dem SRF ein kurzes Interview. Auf die Frage, was er dazu sage, dass in der Schweiz und in Deutschland das Volk die Durchführung von olympischen Spielen ablehne, antwortete Putin: Die Organisation der olympischen Spielen sei ein grosses Fest. In Russland unterstütze eine gute Mehrheit das Olympische Projekt und tue dies auch heute. Und zwar als ein Mittel um den Massensport zu entwickeln. Aber es sei schon so: das was das Volk an einer Abstimmung entschieden habe, müsse die Regierung auch ausführen.

Werden auch in Zukunft politische Gefangene freigelassen?

Einige Monate vor Beginn der olympischen Spiele hatte Russland in einer kurzen Phase der politischen Liberalisierung viele Inhaftierte freigelassen, darunter den ehemaligen Öl-Magnaten Michael Chodorkowski.

Auf die Frage des SRF-Korrespondenten, ob auch in Zukunft Gefangene freikommen, ob es zum Beispiel für inhaftierte Demonstranten, die nächste Woche vor Gericht sind, Hoffnung gebe, antwortete Putin mit scharfen Worten. «Ich hoffe sehr, dass Sie niemals den Sport mit der Politik vermischen. Gibt es eine solche Hoffnung? Ja, es gibt sie. Danke.»

Dann war er weg. Und mit ihm auch die Hoffnung noch die eine oder andere kritische Frage zu den olympischen Spielen stellen zu dürfen.

Olympische Spiele in Sotschi

Olympische Spiele in Sotschi

Wie schneiden die Schweizer Sportler in Sotschi ab? Dies und alles weitere zu den Olympischen Winterspielen gibt es hier.

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27 Kommentare

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  • Kommentar von K.D.Waldeck, Bellinzona
    Ich denke Herr Putin steht im Rahmen der Austragung dieser Winterspiele schon unter genug "Hochspannung", allein schon um die Sicherheit der Teilnehmer zu garantieren. Da hat die Beantwortung derartig provozierender Fragen ganz sicher keinen Platz. Die Taktlosigkeit des Fragestellers gibt schon zu denken.
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  • Kommentar von Marlies Artho, Schmerikon
    M. Haener / A.Planta Ja ich weiss ich habe geschrieben betreffend Sport und Politik. Meiner Ansicht nach ist es nicht unbedingt förderlich, während des Besuches von Herrn Putin über Probleme ihres Landes zu sprechen. Da wirklich in einem solchen Moment der Sport im Vordergrund steht und nicht die Politik. Es war sicher auch nicht der richtige Ort, um solches anzusprechen. Die Probleme an zu sprechen, ist sicher eher auf dem Diplomatischen Weg zu gestalten. Sport und Politik nicht zu trennen.
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    1. Antwort von Albert Planta, Chur
      "Sport und Politik nicht zu trennen"--> Sie sagen es selber: Sport ist ein Werkzeug der Politik, sei es nun 1935, 1980 Oder eben 2014
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    2. Antwort von Marlies Artho, Schmerikon
      A. Planta Es ist aber auch ein zusammentreffen von verschiedenen Nationen, die im Sport Freude haben, aber auch gleichzeitig beweisen möchten, wer stärker ist. So habe ich an diesem friedlichen Zusammentreffen sicher eher Freude, als jetzt dieser Disput mit der EU, die sich sehr unnachgiebig zeigt. Auch hier wäre Fairplay angesagt. Bei Sportanlässen zahlt der Staat ja auch mit, somit sollte er auch etwas zu sagen haben. Leider wird aber, die ganze Zeremonie Übertrieben für Show und presstiege.
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  • Kommentar von Albert Planta, Chur
    "den Sport nicht mit der Politik vermischen" --> Wurde diese Olympiade nicht gerade aus Prestigegründen von Russland übernommen?"die Organisation der olympischen Spielen sei ein riesiges Fest"--> in der SO stand dass man in der Stadt Sotschi so gut wie nichts vom olympischen Geist sehe oder spüre.
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