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Schweiz Im Wallis hat der Wolf kaum Freunde

Die Walliser lassen nicht locker: Das Kantonsparlament macht Druck bei der Regierung, den Schutz des Wolfes aufzuweichen. Der Staatsrat soll sich beim Bundesrat für die Kündigung der Berner Konvention einsetzen.

Ein toter Wolf auf einer Wiese.
Legende: Das Wallis will die Lockerung des Wolfschutzes. Keystone

Grund für den Walliser Vorstoss ist der Ende November gefällte Entscheid des Ständigen Ausschusses der Berner Konvention. Dieser hatte den Antrag der Schweiz abgelehnt, den Artikel 22 der Konvention abzuändern. Mit der Änderung wären Wölfe weniger streng geschützt gewesen als im Abkommen vorgesehen.
 
Der Schweizer Antrag ging auf eine Motion des früheren Walliser CVP-Regierungsrates und heutigen Ständerates Jean-René Fournier aus dem Jahre 2010 zurück. Darin verlangte Fournier, dass, wenn der Schutzstatus des Wolfes nicht gelockert wird, die Schweiz die Konvention kündigen und bei einem erneuten Beitritt zweckmässige Vorbehalte formulieren soll.
 
Mit dem im Wallis gutgeheissenen, dringlichen Postulat soll nun der zweite Teil der Motion Fourniers in die Tat umgesetzt werden. Auch die Walliser Regierung unterstützt die Forderung.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von S. Erni, Luzern
    250000 Schafe werden auf CH Alpen gesömmert. 43 Mill. Subventionen streichen die Schafbesitzer dafür aus Steuergeldern des CH Volkes ein. Unglaubliche 8000-12000 Schafe sterben jährlich qualvoll auf der Alp, weil sich niemand um sie kümmert. Niemand geht deshalb auf die Barrikaden! 150-200 Schafe töten jährlich die Wölfe. Herdenschutz wird subventioniert, Wolfsrisse entschädigt. Die Hetze gegen Wölfe ist sowas von verlogen. Die Mehrheit des CH Volkes will den Schutz der Wölfe nicht loc...
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  • Kommentar von B. Hermann, Bern
    "Im Wallis hat der Wolf kaum Freunde", mit ein Grund,warum das Wallis auch selber seine Freunde zunehmend verlieren wird. Auch die Bekämpfung+uneinsichtig abfälligen Äusserungen über die Weber-Initiative+die erfolgreiche Abstimmungsmehrheit zeigen doch, das Wallis schätzt seine noch vorhandenen natürlichen Ressourcen nicht. Geld steht im Vordergrund, das löst bei Ferientouristen+Wanderern aus dem In-+Ausland auf Ablehnung. Dieser Bumerang wird das Wallis treffen, dessen bin ich mir sicher...
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