Zum Inhalt springen

Schweiz Immer mehr Auslandschweizer

Die Anzahl Schweizer, die im Ausland lebt, nimmt weiter zu. 2015 waren es bereits über 760‘000; die meisten davon wohnen in Frankreich und Deutschland.

Bundesrätin Sommaruga steht neben Kindern in einem Saal dsa Bundeshauses
Legende: Bundesrätin Simmonetta Sommaruga empfängt eine Gruppe von Auslandschweizerkindern. Keystone

Schweizerinnen und Schweizer zieht es weiterhin ins Ausland: Im vergangenen Jahr wuchs die Gemeinschaft der Auslandschweizer erneut um 2 Prozent. 2015 lebten insgesamt 761‘930 Schweizer im Ausland, wie die neuste Auslandschweizerstatistik des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) zeigt.

In absoluten Zahlen betrug der Zuwachs rund 15‘000 Personen, wie das EDA mitteilte. Damit wachse die Auslandschweizergemeinschaft doppelt so schnell wie die Inlandbevölkerung. Dies entspricht einer Tendenz, die das EDA bereits seit mehreren Jahren beobachtet.

Das grösste Wachstum im vergangenen Jahr verzeichnete erneut Asien mit 3,5 Prozent. Dennoch blieb in absoluten Zahlen Europa nach wie vor Wachstumsspitzenreiter: Frankreich (+ 4‘200) und Deutschland (+ 2‘100) liegen voraus. Dort wohnen auch insgesamt am meisten Auslandschweizer. Starke Zunahmen gab es auch in den USA (+ 1‘500), Grossbritannien (+ 1‘200), Israel (+ 750), Österreich (+ 490) und Thailand (+ 420).

Die meisten zieht es in die EU

Knapp zwei Drittel der Auswanderer leben laut EDA in Europa. Insgesamt leben Schweizerinnen und Schweizer auf über 200 Länder verteilt. Sechs von zehn Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern leben in der Europäischen Union, davon rund drei Viertel in unseren direkten Nachbarländern. Mit nur je einem Schweizer Staatsangehörigen rangieren Palau, Kiribati, Turkmenistan sowie São Tomé und Principe am Schluss der Rangliste.

Legende:
Hier lebten 2015 die meisten Auslandschweizer BAG

Viele sind Doppelbürger

Knapp Dreiviertel aller Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer besitzt neben der schweizerischen Staatsangehörigkeit eine oder mehrere weitere Nationalitäten.

Das Wachstum der Auslandschweizergemeinschaft ist denn auch vorwiegend auf die Neuanmeldung – sei es durch Zuzug, Geburt oder Einbürgerung – von Doppelbürgerinnen und Doppelbürgern zurückzuführen. Weltweit betrug diese Zahl im Jahr 2015 fast das Siebenfache gegenüber Anmeldungen von Personen mit nur der schweizerischen Staatsangehörigkeit.

54 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Die Schweiz wird dem Schweizer Büezer der 5. Generation unter dem Hintern weg verscherbelt. Er hat den Kampf um seine Heimat, durch die Lieblosigkeit der hochgespülten Oberschicht verloren. Es werden noch viele gehen müssen - aber für Nachwuchs wird bereits gesorgt .
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von A. Schneider (keine Ahnung)
    Konstruktive Kritik: Äusserst ungünstige Farbwahl der Balken in der Grafik. Ich sehe nur blau und fast keinen Unterschied zwischen F und D. Wenn ich auswandern würde, dann übrigens auch nach F oder Italien.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von J. Peter (J. Peter)
    was will srf mit diesem bericht bewirken? ihr schreibt doch selbst, dass der grossteil keine schweizer, sondern doppelbürger sind. noch ein paar terrormonate, dann sind sicher die meisten wieder hier. mehrere bürgerschaften gehören eh dringend abgeschafft. nach frankreich und deutschland auszuwandern ist in der aktuellen lage besonders schlau. aber kann ja jeder machen was er will, zumindest noch in der schweiz.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen