Immer mehr Babys in der Schweiz

In anderen Ländern kommen immer weniger Kinder zur Welt. Nicht so in der Schweiz: Hier steigt die Anzahl Neugeborener weiter an. Grund dafür ist nicht einfach eine steigende Geburtenrate, sondern die Einwanderung.

Eine Mutter trägt ihr Neugeborenes durch den Spital

Bildlegende: In der Schweiz kamen letztes Jahr so viele Kinder zur Welt wie seit 20 Jahren nicht mehr. Keystone

In der Schweiz haben 2014 rund 85'300 Kinder das Licht der Welt erblickt. Das sind so viele wie seit über 20 Jahren nicht mehr. Im Vergleich zum Vorjahr kamen rund 2600 Kinder mehr zur Welt, wie die definitiven Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) zeigen. Mit 43'900 Neugeborenen waren die Knaben leicht in der Überzahl.

Die Schweiz ist laut dem BFS das einzige Land in Europa, das bei den Geburten eine derartige Entwicklung kennt. Grund für den Anstieg ist das Bevölkerungswachstum, denn die Geburtenziffer blieb in den letzten Jahren konstant bei 1,5 Kindern pro Frau. Das Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt lag 2014 bei 31,7 Jahren.

Mehr Heiraten, weniger Scheidungen

Doch nicht nur die Geburten nahmen zu, auch die Zahl der Heiraten erhöhte sich 2014 auf 41'900. Das ist eine Zunahme um 5,3 Prozent. Dazu wurden 720 Partnerschaften zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren eingetragen, 3,9 Prozent mehr als 2013. Dieses Plus ist laut BFS den Frauen zu verdanken; bei den Männern waren die Partnerschaften weniger gefragt.

Bei der Heiratsfreudigkeit lässt sich noch kein eindeutiger Trend feststellen. 2013 waren die Heiratszahlen regelrecht eingebrochen (-7 Prozent). Bei den Scheidungen hingegen ist die Tendenz schon seit 2006 rückläufig. 2014 wurden noch 16'700 Ehen aufgelöst, fast 400 weniger als 2014.

Lebenserwartung steigt weiter

Laut der BFS-Statistik sind 2014 rund 63'900 Personen gestorben, 1,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Dies, obschon immer mehr Menschen ein hohes Alter und damit ein grösseres Sterberisiko erreichen. Die Lebenserwartung bei Geburt verlängerte sich bei den Männern von 80,5 auf 81 Jahre, bei den Frauen von 84,8 auf 85,2 Jahre.