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Schweiz Immer mehr Grenzgänger arbeiten in der Schweiz

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der in der Schweiz tätigen Grenzgänger um 4,8 Prozent gestiegen. In der Genferseeregion und der Nordwestschweiz ist rund jeder zehnte Erwerbstätige ein Grenzgänger, im Tessin rund jeder vierte.

Legende:
Grenzgängerstatistik Anzahl der ausländischen Grenzgänger. Vergleich der Zahlen von 2007-2012 (jeweils 4. Quartal). BFS

Rund 264'000 Personen gingen Ende 2012 mit einer Grenzgängerbewilligung einer Arbeit in der Schweiz nach. Dies ist eine Zunahme von 4,8 Prozent, teilte das Bundesamt für Statistik BFS mit.

Die Verteilung auf die Regionen präsentierte sich ähnlich wie 2011: Rund ein Drittel (34,3 Prozent) der Grenzgänger arbeitete in der Genferseeregion. Auf die Grossregion Nordwestschweiz entfiel ein Viertel, auf das Tessin ein Fünftel der ausländischen Arbeitskräfte.

Wird aber der Anteil der Grenzgänger an der Gesamtzahl der Erwerbstätigen berechnet, dann schwingt das Tessin obenauf. Bei rund einem Viertel der Erwerbstätigen (25,3 Prozent) handelt es sich dort um Grenzgänger aus Italien.

Aus dem südlichen Nachbarland gingen rund 61'000 Personen als Grenzgänger einer Arbeit in der Schweiz nach. Damit liegt Italien hinter Frankreich auf Platz zwei der Herkunftsländer. Über die Hälfte (52,8 Prozent) oder insgesamt rund 140'000 Grenzgänger wohnen in Frankreich. Ein Fünftel hat den Wohnsitz in Deutschland.

In seinem Fünfjahresvergleich weist das BFS eine Zunahme der Grenzgänger von 208'000 im Jahr 2007 auf 264'000 im Jahr 2012 aus. Prozentual beträgt das Wachstum in dieser Zeitspanne 26,6 Prozent.

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27 Kommentare

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  • Kommentar von Irmentraud Kokke, Im Zwergenwunderland
    In Europa gilt der Grundsatz, dass das Land in dem der Bürger wohnt auch die Steuern erhält. Das Wohnland kommt schließlich für die Infrastruktur des Grenzgängers und seiner Familie, wie Krankenhäuser, Pflegeheime, öffentliche Verwaltung, Verkehrsnetz, soziale Fürsorge, Schulen, Polizei, Landesverteidigung usw. auf. Hier gibt es natürlich welche, die obwohl die CH weitgehend frei von o.a. Verpflichtungen ist, auch noch sämtliche Steuern abkassieren wollen. Abzockerland pur von A bis Z ...
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    1. Antwort von Verena Eberhard, 5722 Gränichen
      Zwergwunderland, na ja ich verstehe, dass sie in einem Zwergwunderland wohnen. Leider plappern vorallem Zwerwunderlandbewohner und Linke aus dem hohlen Bauch ohne sich irgend einmal die Zeit zu nehmen und zu schauen was die einfältige Schweiz für die Ausländer tut. Solche Menschen wie Sie können unser Land problemlos verlassen, wenn Sie hier leben. Jedoch als Ausländer ist in unserem Land niemand auf Ihre Hilfe angewiesen.
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    2. Antwort von M. Keller, Thurgau
      Weltweit (also auch in Europa (aka "EU")) gilt laut OECD der Grundsatz, dass das EINKOMMEN dort versteuert werden muss, wo es erzielt wird.... Das VERMÖGEN muss am steuerpflichtigen Wohnsitz versteuert werden. Dies funktioniert - bis auf Deutschland - praktisch überal, weil (bis auf die BRD) alle eine Einkommens- und Vermögenssteuer kennen. Weil aber die BRD mal wieder Querschiesst und andere Massstäbe anlegt, ist die Quellensteuer bei uns so niedrig (man will keine "Freunde" verärgern)...
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    3. Antwort von h. anni, zürich
      @Kokke Wenn ich sie richtig verstehe, dann geht das folgendermassen mit EU-Bürgern, welche in der CH arbeiten. 1) sie schweben über die Strassen und benutzen nie unser Verkehrsnetz 2) sie werden nie überfallen oder dergleichen, daher auch kein Bedarf an Polizei 3) sie werden nie überraschend krank, brauchen also keinen Notfallarzt 4) sie brauchen keine öff. Verwaltungen, da sie schwarz arbeiten? Also wenn dem so ist, bin ich mit den lausigen 4.5% Steuern einverstanden welche sie uns abliefe...
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  • Kommentar von Rupprecht Knecht, Hinterkaifeck
    Manche hier sollten sich mal in einer ruhigen Stunde überlegen, ob die Schweiz ohne Resteuropa und ihre Helfer aus Resteuropa, einschließlich Grenzgänger und dem Geld, einschließlich Schwarzgeld aus Resteuropa womöglich ein ärmliches Luschenland wäre. Würde ja gerne was netteres sagen, aber wenn man hier liest, dass auf die Hände, die helfen hier auch noch munter drauf los geschlagen wird, bleibt wohl nichts anderes übrig als bockelhart die darauf passende Antwort zu geben.
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  • Kommentar von Verena Eberhard, 5722 Gränichen
    Natürlich zahlen die Grenzgänger einen bestimmten Prozentsatz Steuern in der Schweiz. Die Steuern sind für mich persönlich das kleinste Problem. Vorallem in Genf wird da nicht mit gleichen Ellen gemessen. Franzosen dürfen in Frankreich wohnen und in der Schweiz arbeiten, was diesen Grenzgängern ein komfortables Leben ermöglicht. Jedoch die Schweizer sind als Wohneigentümer oder -mieter in Frankreich nicht willkommen. Aber da schaut unsere einfältige Politik zu und denkt nach mir die Sin...
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    1. Antwort von ben dalton, zürich
      @Verena Eberhard, wie ist es in Genf , beruht das DBA FR- CH auf Gegenrecht oder ist es die selbe Einbahnstrasse wie mit Deutschland? Der Deutsche der in CH arbeitet, Zimmer oder Wohnung hat ,bei dem bleibt der steuerliche Wohnsitz in Deutschland ,wegen "Wochenaufenthalt" , Wenn ein Schweizer das im umgekehrten Fall tut wird er voll steuerpflichtig in Deutschland.
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