Immer weniger Personen bekommen IV-Unterstützung

Im Jahr 2012 haben weniger Personen eine IV-Rente erhalten. Der Rückgang ist der stärkste seit sieben Jahren. 120 Millionen Franken wurden eingespart, weil man Betrügern auf die Schliche kam.

Die Zahl der IV-Renten hat um 1,8 Prozent auf 234'600 abgenommen. Dies ist der deutlichste Rückgang seit 2006. Damals war mit 257'500 Renten der höchste Rentenbestand erreicht worden.

400 Betrugsfälle aufgedeckt

Auch die Zahl der neu zugesprochenen Renten sank im vergangenen Jahr, wie das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) mitteilte. Die Neurenten pendeln seit 2010 um rund 15'000. Bei der Berechnung der Renten werden ganze Renten einmal gezählt, alle anderen prozentual nach ihren Anteilen.
 
Seit 2003 sanken die Neurentenzahlen um 47 Prozent. Seit 2008 spricht die IV zunehmend Massnahmen zur beruflichen Eingliederung. «Dieses Bild spiegelt die Neuausrichtung der IV von der Renten- zur Eingliederungsversicherung wider», schreibt das BSV.
 
Zudem zahlt sich die Betrugsbekämpfung der IV aus: Hochgerechnet rund 120 Millionen Franken konnte sie letztes Jahr einsparen, weil sie in 400 Fällen betrügerischen IV-Bezügern auf die Schliche kam. In der Folge wurden umgerechnet 300 ganze Renten weniger ausbezahlt.