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Schweiz In Genf streiken Polizisten und Lehrer

Die Staatsangestellten des Kantons Genf sind in Scharen dem Aufruf zum Streik gefolgt. Bei der Polizei legten in manchen Abteilungen bis zu 100 Prozent der Angestellten die Arbeit nieder. An einer Demonstration nahmen rund 10'000 Menschen teil.

Legende: Video Streik der Polizisten und Lehrer abspielen. Laufzeit 03:10 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 10.11.2015.

In Genf haben zahlreiche Staatsangestellte ihre Arbeit niedergelegt. Zwischen 60 und 80 Prozent der Lehrpersonen der obligatorischen Volksschule folgten dem Streikaufruf. Bei der Polizei sind es in bestimmten Abteilungen 100 Prozent der Beamten.

Gegen Abend sind rund 10'000 Menschen aus Protest gegen Kürzungen beim Staatspersonal auf die Strasse gegangen.

Gegen Erhöhung der Arbeitszeit

Die Staatsangestellten des Kantons Genf traten in den Streik, um gegen die von der Regierung angekündigte Kürzung der Personalkosten um fünf Prozent zu protestieren. Ausserdem wehren sie sich gegen die geplante Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit von vierzig auf 42 Stunden.

Seit der Ankündigung der Sparmassnahmen Anfang September waren drei Treffen zwischen der Regierung und den Personalverbänden ohne Ergebnis geblieben. Die Genfer Kantonsregierung bekräftigte aktuell noch einmal ihre Diskussionsbereitschaft.

Streik bis Mittwoch verlängert

Das Staatspersonal will den Streik aber trotzdem um einen Tag verlängern. Ausserdem wurde an der Gewerkschaftsversammlung entschieden, dem Regierungsrat einen Brief zu schicken und darin die Aufnahme von Verhandlungen ohne Vorbedingungen zu verlangen.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Dölf Meier (Meier Dölf)
    Die Staatsangestellten erhalten die besten Saläre. In Frankreich würden sie die Hälfte verdienen. Bringen die Dienstleister keine Leistung so leiden die Dienstleistungsempfänger und das sind die Steuerzahler.
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  • Kommentar von Christoph Heierli (help)
    In den Schweizer Gewerkschaften sind heute noch die Schweizer in der Mehrzahl Herr Bolliger. Bitte bleiben Sie sachlich. Wieso sollen sich Leute die um ihre Rechte kämpfen, dafür schämen? Egal ob Einwanderer oder nicht. Diese Einwanderer zahlen genau so Steuern wie Sie. Falls diese noch Quellensteuer bezahlen, im Verhältnis sogar mehr als Sie. Wenn die Arbeitgeberseiten nicht auf die Erwerbstätigen zugehen wollen, müssen Sie wohl solche Mittel anwenden. Beide müssen aufeinander eingehen.
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    1. Antwort von Peach Meier (Peach Meier)
      Die Letzten die aufmucken müssen sind sicher Beamte und Staatsangestellte! Sie werden X-fach besser gestellt, als jeder hart arbeitende in diesem Land!
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Seitdem die meisten Gewerkschafts-Mitglieder Migranten oder eingebürgerte ehemalige Einwanderer sind, wurden in der (einst arbeitsfriedlich organisierten) Schweiz solche lautstarke STREIKS ebenfalls "salofähig"! Die Leute schämen sich NICHT mit Fahnen und Schrillerpfeifen gegen ihre "Brotgeber" zu revolutzen! Warum können die Sozialpartner NICHT GEMEINSAM Forderungen und Machbares ausdiskutieren und zu Verhandlungen gelangen? Ja, die Multikultimentalität hat die "einstige" Schweiz voll im Griff!
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    1. Antwort von roland goetschi (pandabiss)
      Nun wenn der "Brotgeber" über 100Std im Jahr mehr Arbeitszeit verlangt. Man muss sich auch als Arbeitsnehemer nicht alles gefallen lassen. Der Streik sollte aber natürlich ein "aufmerksam machen" sein und keine "Drohung". PS: Bitte nicht schon wieder das Migranten, Einwanderer Thema das ist doch nicht für jedes Problem in der Schweiz schuld.
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    2. Antwort von Christophe Bühler ((Bühli))
      @roland goetschi: Bei einem Migrationshintergrund von über 50% in Genf kann es es auf der Hand liegen Herrn Bollinger beizupflichten. Es ist eine Schande und der Schweiz unwürdig, wenn Staatsbedienstete (Lehrer/Polizisten) streiken, dies um so mehr, da die Regierung Diskussionsbereitschaft gezeigt hat. Die Gewerkschaften sollte in dieser Situation für Schäden aus dem Streik haftbar gemacht werden. Heute sollte jeder froh sein um seine Job.
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