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Schweiz Indien: Sechs Männer gestehen Vergewaltigung an Schweizerin

In einem Verhör haben sechs Männer zugegeben, eine Schweizerin in Indien vergewaltigt zu haben. Die Frau war am Freitagabend im Zentrum Indiens mit ihrem Ehemann unterwegs, als beide attackiert wurden.

Legende: Video Verhaftungen nach Vergewaltigung abspielen. Laufzeit 0:54 Minuten.
Aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 17.03.2013.

Nach der Gruppenvergewaltigung einer Schweizer Touristin in Indien hat die Polizei 20 Verdächtige zur Befragung festgenommen. Sechs Männer sind geständig, wie die Polizei mitteilte.

Die 39jährige Touristin hatte am Freitagabend mit ihrem Mann im Bundesstaat Madhya Pradesh campiert, als sich der Überfall ereignete. Die sieben bis acht Täter seien mit Holzstöcken auf das Paar losgegangen, teilte die Polizei mit.

Die Täter fesselten den Ehemann an einen Baum und vergewaltigten die Frau in seinem Beisein. Die Angreifer raubten das Paar zudem aus. Sie nahmen einen Laptop, ein Handy und rund 185 Dollar Bargeld mit.

Das Paar war auf einer 3monatigen Velo-Reise und auf dem Weg nach Agra, wo sich das berühmte Taj Mahal befindet.

EDA ist informiert

Die Schweizerin wurde in ein Spital eingeliefert. Am Samstag war die Frau bei Bewusstsein und konnte Auskünfte geben.

Die Frau sei nicht lebensgefährlich verletzt worden. Sie stehe jedoch unter einem Schock. Das berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Unterdessen hat die Frau das Spital wieder verlassen. Der Ehemann sei geschlagen worden, aber ohne gravierende Folgen.

Karten mit der Lage Madhya Pradeshs in Indien.
Legende: Der Bundesstaat Madhya Pradesh liegt im Zentrum Indiens. srf

Schweizer Behörden arbeiten

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) ist tief bestürzt über den Vorfall. Die Vertretung in Indien sei in Kontakt mit den Behörden vor Ort.

Die Schweizer Botschaft konnte mit dem Opfer und seinem Partner sprechen. Sie sicherte dem Paar jede mögliche Unterstützung zu. Die Botschaft ist ebenfalls in Kontakt mit den indischen Behörden und setzt sich für eine rasche Aufklärung des Falles ein.

Nicht das erste Opfer

Die steigende Vergewaltigungsrate und der respektlose Umgang mit Frauen ist in Indien ein gesellschaftliches Problem. 2011 zählten die Behörden rund 24'200 gemeldete Vergewaltigungen, die Dunkelziffer soll deutlich höher liegen.

Die brutale Gruppenvergewaltigung einer Studentin in Neu Delhi im Dezember war Auslöser für tagelange Massendemonstrationen.

Auch 2003 wurde eine Schweizerin Opfer einer Vergewaltigung in Indien: Die 36jährige Botschaftsangestellte wurde auf einem Parkplatz in Neu Delhi von zwei Männern attackiert. Die Männer wurden nie zur Rechenschaft gezogen.

Legende: Video Indien: Schweizerin Opfer einer Gruppenvergewaltigung abspielen. Laufzeit 4:46 Minuten.
Aus Tagesschau vom 16.03.2013.

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33 Kommentare

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  • Kommentar von Gupta Manish, Gümligen
    Es spielt gar keine Rolle in welchem Land, von welcher Nationalität solche Schandtaten gemacht werden - fakt ist,dass solche Taten hart bestraft werden müssen. Denn es ist das Schlimmste was ein Mann einer Frau an tun kann!!! Genau solche Dinge führen dann dazu,dass die Menschen Nationalitäten,Länder,Religionen vorverurteilen (z.B scheiss Reiseland, alle indischen Männer wären so etc.). Dies darf nicht passieren,denn nicht alle Menschen sind so.
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    1. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      Harte Strafen werden sich nur durchsetzen,wenn sich an den Kulturen etwas ändert,denn die,die richten od.Gesetze ändern,Täter fassen/fassen sollten,sind anderer innerer Überzeugung.Es ist doch in musl.Staaten nicht anders.Die Aussagen einer Frau gelten nur halb so viel als die eines Mannes,so steht es im Koran.Eine Frau kann ihren Vergewaltiger nur mit 4 Zeugen anzeigen.Ansonsten gilt Selbstverschuldung od.Untreue,was mit Auspeitschung od.Steinigung bestraft wird.Das ist doch schlimm!
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  • Kommentar von Heinrich von Braun, Stuttgart - Großer Kanton
    Quo vadis mundi - wohin gehst du Welt? Es wird einem übel, darüber nachdenken zu müssen, dass Frauen, allerdings nicht nur in Indien, praktisch Freiwild sind. Unsere Europäischen Frauen bedenken manchmal nicht, dass es in diesen Ländern eben anders ist, als zu Hause. Einer weitläufigen Bekannten von mir ist vor einigen Jahren dasselbe passiert, allerdings glücklicherweise nur mit einem Peiniger. Die darauf getätigte Anzeige endete damit, das der dortige Beamte die Türe geschlossen hat u...
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  • Kommentar von Wadelda Pip, Internet
    Ein fabelhaftes Outsourcing-Land! Und so ist fast jeder, der von gewissen grossen (Finanz-)dienstleistern etwas im Portfolio hat, irgendwie dran mitbeteiligt. Scheinbar ist das in Ordnung für den Kunden...
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