Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Video Neue Debatte über die Kesb abspielen. Laufzeit 03:49 Minuten.
Aus 10vor10 vom 15.05.2018.
Inhalt

Initiative gegen Schutzbehörde Weniger Kompetenzen für die Kesb?

  • Die Kesb (Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde) sollen nicht mehr entscheiden dürfen, wer als Beistand eingesetzt wird. Das fordert eine Volksinitiative.
  • Beistände sollen künftig automatisch die Verwandten sein.
  • Die Initianten müssen 100'000 Unterschriften bis zum 15. November 2019 einreichen.
Besprechung bei Behörde
Legende: Eine Volksinitiative will die Kompetenzen der Kesb einschränken. Keystone

Die Frist zur Einreichung der Unterschriften ist am Dienstag im Bundesblatt veröffentlicht worden. Mit ihrer Volksinitiative wollen die Kesb-Kritiker künftig verhindern, dass der Beistand für eine urteilsunfähige Person von den Kinder- und Erwachsenenschutzbehörden eingesetzt wird.

Beistände sollen Angehörigen sein

Wird eine Person urteilsunfähig, sollen neu die Angehörigen automatisch das Recht erhalten, sie zu vertreten – und zwar ohne Mitwirkung der Kesb. Im Initiativtext ist die Reihenfolge festgelegt: An erster Stelle stehen Ehegattinnen und -gatten sowie eingetragene Partnerinnen und Partner. An zweiter und dritter Stelle folgen Verwandte ersten Grades (Eltern oder Kinder) und zweiten Grades (Geschwister) und an vierter Stelle der Lebenspartner oder die Lebenspartnerin.

Kantonale Initiative abgelehnt

Porträt Pirmin Schwander
Legende:Mitinitiant Pirmin Schwander (SVP)keystone

Zum Initiativkomitee gehört auch der Schwyzer SVP-Nationalrat Pirmin Schwander. Schwander kritisiert das neue Kindes- und Erwachsenenschutzrecht seit dessen Einführung im Jahr 2013.

Er hat bereits im Kanton Schwyz eine Kesb-Initiative lanciert. Diese verlangte, dass wieder die Gemeinden statt die Kesb für das Vormundschaftswesen zuständig sind. Das Schwyzer Stimmvolk lehnte das Begehren im Mai 2017 knapp ab.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

50 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Felix von Wartburg (felitsche)
    Wer die KESB abschaffen oder einschränken will verkennt die Tatsachen. Es gibt viel, viel mehr Menschen, von Kindern bis zu Senioren, welche die KESB unter gar keinen Umständen missen möchten. Die Mehrzahl der Menschen, die von der KESB profitieren, haben keine vertrauenswürdige Verwandtschaft auf deren Hilfe sie zählen könnten. Bei der KESB sind Fachleute am Werk. Die geniessen bei mir mehr Vertrauen als fragwürdige Verwandtschaft-Beziehungen. Von ganz wenigen lösbaren Einzelfällen abgesehen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Werner Blatter (blatti)
    Kesb gehört abgeschafft, es geht hier nur darum das man auf dubiose weise noch Geld verdienen kann, wer hats erfunden unsere lieben Herren u Damen in Bern und nun merkt man was für einen Stuss man wieder gebaut hat, völlig nutzloser Beamten Apparat der einzig und allein zum Geld vernichten erschaffen wurde und mündige Menschen zu verarschen!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Sarah Maier (S. Maier)
      Na ja, Ihrer Fäkalsprache möchte ich mich nicht anschliessen. Aber die Kesb kann tatsächlich ihre Macht missbrauchen. Im Namen des "Schutzes" von Betagten oder Kindern dämonisieren gewisse Kesb die Angehörigen. Sicher gibt es viele Kesb-MA, die sich da nicht wiedererkennen.

      Es reicht aber nicht, dass gewisse Kesb-MA gut sind. Sie müssten vom Gesetz zu Anstand, Transparenz, etc. verpflichtet werden.
      Heute sind die dünkelhaften unter den Kesb-MA noch stolz auf ihre Haltung.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Marco Jaiza (M. Jaiza)
    Automatismen in der Anwendung von Gesetzen sind immer schlecht. Das zuerst immer in der Verwandschaft nach einer Beistandsperson gesucht werden muss finde ich schlecht. Weshalb, was wenn das Kind zu den Verwandten der Mutter kein gutes Verhältnis hat, die Verwandten des Vaters leben alle z.B. in Tunesien. Dann erachte ich für das Kindswohl viel besser die KESB findet im Freundeskreis des Kindes eine geeignete Betreuungsperson. Daher sollte man der KESB nicht zu enge Fesseln anlegen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Sarah Maier (S. Maier)
      Die Kesb wird leider nie im Freundeskreis des Kindes eine geeignete Betreuungsperson suchen. In der Regel glauben die Kesb-Beamten an die Überlegenheit von Professionellen. Im Heim werde nach wissenschaftlichen Kriterien gearbeitet, im Gegensatz zu den Nicht-Profis, die das Kind zwar kennen, aber eben oft ignoriert werden von der Kesb.

      (Dass dort, wo jemand so grässliche Dinge tut wie sexuelle Übergriffe auf ein Kind, eine Kesb Sinn macht, ist hingegen klar. Und ist vermutlich unbestritten.)
      Ablehnen den Kommentar ablehnen