Zum Inhalt springen
Inhalt

Schweiz Initiative zur Ernährungssicherheit zu Stande gekommen

Wieder einmal haben die Bauern demonstriert, wie stark ihre Lobby ist. In Rekordzeit hatten sie die benötigten Unterschriften für ihre Initiative zur Ernährungssicherheit beisammen – was jetzt auch offiziell ist.

.
Legende: Gute Laune bei der feierlichen Übergabe der Unterschriften der Unterschriften im Juli dieses Jahres. Keystone

Die vom Schweizerischen Bauernverband (SBV) lancierte Initiative «Für Ernährungssicherheit» ist formell zustande gekommen. Von den insgesamt 148'523 eingereichten Unterschriften sind 147'812 gültig, wie die Bundeskanzlei mitteilte. Die Unterschriften hatte der Bauernverband innert drei Monaten gesammelt.

Ziele der Initiative sind die Stärkung der einheimischen Lebensmittelproduktion und die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Bauern. Bei der Lancierung hatte SBV-Präsident Markus Ritter erklärt, das «Rad der Zeit nicht zurückdrehen» zu wollen. Angesichts der zunehmenden Extensivierung der Landwirtschaft sei aber ein Richtungswechsel nötig.

Ausgelöst worden war das Volksbegehren durch die vom Parlament beschlossene Agrarpolitik 2014-2017. Die Bauern wollen insbesondere, dass der Bund für genügend Lebensmittel aus heimischer Produktion sorgt.

Die Massnahmen sind vage: Zum Beispiel sollen die Produktionsbedingungen für die Bauern verbessert werden. Stichwort: Selbstversorgung steigern, denn ein grosser Teil unserer Lebensmittel wird importiert.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

35 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Walter Starnberger, Therwil
    Weltweit herrscht Hunger, meiner Meinung nach vor allem wegen dem exponentiellen Bevölkerungswachstum. Trotzdem wäre es doch gut wenn man angesichts dieser Tatsache versucht so viele Lebensmittel wie möglich selbst zu produzieren. Immerhin importiert die Schweiz über 40% ihrer Nahrungsmittel aus dem Ausland, Tendenz steigend, die Masseneinwanderung lässt grüssen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von M.Kaiser, Rebstein
      Genau so ist es, zusätzlich gefährden wir unsere Unabhängigkeit und Freiheit - im Ernstfall eines Krieges - der ja in der Luft liegt , frage ich einmal den BR wie er die übervölkerte CH ernähren will ? Die Bauern in der CH sind eine unabdingbare Notwendigkeit für uns alle , darum müssen die Bauern von den Ueberschüssen der Industrie, Anteile erhalten , da führt keine Weg vorbei . Der Landwirt , muss wieder ein erstrebenswerter Beruf werden -so wichtig wie der Milizmann beim Militär.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von W. Pip, Züri
      Finde ich auch. Wir täten besser daran, uns auf Krisenzeiten einzustellen. Kriegstreiberei im Osten, eine gierige EU und der intrinsische Zerfall der EU sind konkrete und mehr oder weniger wahrscheinliche Eskalationsszenarien. Und werden wir werden diesem Treiben einer völlig verrückt gewordenen Welt nur in mehr oder weniger unbehelligtem Frieden "zuschauen" können, wenn wir unsere eigenen Bedingungen zurechtrücken.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von marco meier, aarau
    Ich glaub ich spinn! Was Quatscht ihr hier alle von Wirtschaft? Ist das eure oberste Lebensmaxime?? Profit? Wirtschaftswachstum? Reichtum? Na dann: Guet nacht am sächsi
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Alex Kramer, ZH
    "Ziele der Initiative sind die Stärkung der einheimischen Lebensmittelproduktion und die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Bauern" - letztmalig während dem 2.WK hatte man ziemlich Mühe damit und seither sind die Agrarflächen stetig zurückgegangen, dafür die Wohnbevölkerung auf das Doppelte angewachsen. Von Ernährungssicherheit kann also kaum die Rede sein, wie einem der Titel der Initiative vorgaukeln soll. Es geht wieder mal um erweiterte Subventionen und sonst um nichts.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Eddy Dreier, Burgdorf
      Der 2. Weltkrieg kam für viele überraschend und in der Eile wurden überall Kartoffeln angepflanzt. Ich denke, wenn man sich Zeit nehmen kann, ist ein besseres Resultat machbar. Von Fischzuchten in Gewässer über modernere Düngermittel und effizienterer Landwirtschaftstechnik bis hin zu weniger Wegwerfmentalität und einer besseren Wiederverwendbarkeit von Abfällen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Alex Kramer, ZH
      @ Dreier: Wissen Sie, woher der Dünger kommt, der die extensive Landwirtschaft möglich macht? Im Falle eines Engpasses sind das die politischen Handelswaren, welche aus Preisgründen nicht mehr eingekauft werden. Ausserdem dürfte Ihnen nicht entgangen sein, wie sehr die Anbaufläche in den letzten 30 Jahren geschrumpft ist, um Industrie und Dienstleistung anzusiedeln. Wenn es ernst wird, haben Sie die Zeit nicht, endlich auf Nachhaltig umzustellen, das hätte schon vor 30 Jahren geschehen müssen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen