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Schweiz Innerschweiz kämpft gegen Hangrutsche

Regen, Regen und wieder Regen. Deshalb sind die Böden in der Innerschweiz übersättigt. In Obwalden und Nidwalden besteht eine akute Gefahr von Murgängen. Um die Sicherheit zu erhöhen, investieren Bund und Kantone Millionen. Reicht das?

Legende: Video Alarmbereitschaft in Beckenried und Sarnen abspielen. Laufzeit 02:31 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 10.05.2013.

Das anhaltende Regenwetter in der Schweiz macht den Böden zu schaffen. Sie sind längst gesättigt und können kaum noch Wasser aufnehmen. «Im Mittelland gab es schon so viel Niederschlag, wie normalerweise im ganzen Monat», sagt Peter Pöschl von «SRF Meteo».

Übersättigte  Innerschweiz

Risse im Boden
Legende: In Beckenried im Kanton Nidwalden reisst der Hangrutsch den Beton der Strassen auf. Keystone

Da steigt in manchen Regionen der Schweiz die Gefahr von Hangrutschen. Besonders prekär ist es in der Innerschweiz. In Obwalden wurde deshalb sogar der Notstand ausgerufen. Oberhalb des Sarnersees rutscht die Erde. Eine Fläche von rund 40 Fussballfeldern ist instabil. Häuser, Strassen und Strommasten wurden beschädigt.

Auch in Beckenried hat sich die Erde bewegt. Bei den Zugangstrassen sind die Risse nicht mehr zu übersehen. Die Behörden beobachten die Lage genau. Jeder Millimeter Bewegung wird vom Kantonsingenieur registriert.

Erfassung der Gefahren

Der Bundesamt für Umwelt (Bafu) stehen jährlich 270 Millionen Franken zum Schutz vor Naturgefahren zur Verfügung. Die Entscheidungshoheit liegt aber bei den Kantonen. «Das Gebiet bei Beckenried ist schon länger instabil. Deshalb beteiligt sich der Bund an einem Überwachungsprogramm», sagt Reto Baumann vom Bafu.  Es ist nur eines von vielen in der ganzen Schweiz, das bobachtet wird.

Der Bund drängt auf eine gesamtschweizerische Erfassung der Gefahrengebiete, damit das Risiko besser abgeschätzt werden kann. Die Gefahrenkarten zeigen detailliert auf, welche besiedelten Gebiete durch Naturgefahren wie Hochwasser, Lawinen, Erdrutsche oder Steinschlag gefährdet sind. Bis Ende 2012 haben die Kantone 85 Prozent der Gefahrenkarten erstellt. Dieses Jahr soll ein wesentlicher Teil der noch fehlenden Karten erarbeitet werden.

«Es sind noch nicht alle gefährdeten Stellen bekannt. Wir können auch nicht alle Orte sofort schützen», sagt Baumann zur «Tagesschau». «Wir müssen zuerst abklären, was sinnvoll und nicht zu teuer ist.»  Einen hundertprozentigen Schutz gibt es also nicht, selbst wenn die Gebiete beobachtet werden.

Legende: Video Probleme mit Regenmassen abspielen. Laufzeit 02:46 Minuten.
Aus Tagesschau vom 10.05.2013.

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