Internet im Zug: Bald rüstet die SBB auf

Die SBB rüstet ihre Regionalzüge nach und nach mit Signalverstärkern aus, die den Handy-Empfang und die Internetverbindung verbessern sollen. Zuerst ist dabei die Zürcher S-Bahn am Zug. Allerdings gibt es auch Fahrzeuge, bei denen auf die Aufrüstung verzichtet wird.

Junge Frau töggelt im vollbesetzten Zug auf ihrem Handy herum

Bildlegende: Künftig möglichst ohne Unterbrüche: Junge Frau nutzt ihr Smartphone im Zug. Keystone

Zusammen mit Mobilfunkanbietern rüstet die SBB derzeit Züge der Zürcher S-Bahn mit 4G und 3G-Signalverstärkern aus. Ziel ist, den Handy-Empfang und die Internetverbindungen zu verbessern. Bis 2022 sollen sämtliche 1700 Wagen im Regionalverkehr mit den Verstärkern ausgerüstet sein. Gleiches gilt für Züge des Typs DTZ, HVZ-D und Domino.

Doch nicht alle Regionalbahn-Kunden kommen in den Genuss von schnelleren Surf-Geschwindigkeiten: Bei Flirt-Fahrzeugen, die beispielsweise in Basel, der Zentralschweiz oder im Tessin und in der Romandie verkehren, werden keine Signalverstärker eingebaut. Laut SBB kann dort mit den Anlagen keine merkliche Verbesserung des Empfangs erreicht werden. Man prüfe aber technische Alternativen.

Fernverkehr ist zwei Jahre voraus

Auf den Fernverkehrszügen sind Signalverstärker bereits seit Ende 2014 eingebaut. Zudem wurden in den letzten Jahren insgesamt 28'500 Steckdosen für das Aufladen von Laptops, Mobiltelefonen und Tablets in Zügen angebracht und rund 80 der meistfrequentierten Bahnhöfe mit kostenlosem Internet ausgerüstet.