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Jahreskonferenz der Deza Bund setzt bei Entwicklungshilfe auf private Partner

Legende: Video Schweizer Knowhow im Ausland abspielen. Laufzeit 01:39 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 13.02.2018.
  • Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) will die Zahl der Partnerschaften im Privatsektor in den nächsten drei Jahren verdoppeln. Das sagte Deza-Chef Manuel Sager vor den Medien.
  • Ohne Ressourcen des Privatsektors sei die UNO-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung nicht umzusetzen. Die Deza unterhält heute rund 30 Partnerschaften mit dem Privatsektor.
  • Im Zentrum stehen auch im laufenden Jahr die humanitäre Hilfe für notleidende Bevölkerungsgruppen, das Engagement in fragilen Kontexten und der Beitrag zur Armutsreduktion, etwa durch Bildungsprojekte.
Mehrere Menschen stehen um einen Tisch. Ein Mann schaut etwas auf seinem Handy nach.
Legende: In Tansania werden mitunter Handys eingesetzt, um mit Hilfe einer App eine Diagnose stellen zu können. deza/symbolbild

Das Deza will die Entwicklungszusammenarbeit stetig neu definieren. Was das bedeuten kann, erläuterte Alexander Schulze, Co-Leiter des Globalprogramms Gesundheit, anhand eines Beispiels aus Tansania.

Handy-App bei Fieber

Dort werden zur Behandlung von Fieber bei Kindern regelmässig Antibiotika verabreicht, obwohl nur in 10 Prozent der Fälle eine bakterielle Infektion vorliegt.

Nun werden Tablets und Smartphones als Entscheidungshilfe eingesetzt. Eine Anwendung erlaubt es Personen ohne Medizinstudium, eine Diagnose zu stellen. Das führte dazu, dass signifikant mehr Kindern schneller wieder gesund werden. Ausserdem werden neun mal weniger Antibiotika eingesetzt, was der Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen dient. Schliesslich können dank der Handy-App Kosten gespart werden.

Grüner Zement gegen Klimawandel

Ein weiteres Beispiel erläuterte Yuka Greiler, Leiterin des Globalprogramms Klimawandel und Umwelt. Dabei geht es um den Gebäude- und Bausektor, der erheblich zum CO2-Ausstoss beiträgt und somit Klimaflüchtlinge generiert. Fast 40 Prozent des globalen CO2-Ausstosses gehen auf das Konto des Gebäude- und Bausektors.

Für 5 Prozent ist Zement verantwortlich, dessen globale Produktion sich in den letzten 10 Jahren verdoppelt hat und weiter steigen wird, namentlich in Indien, dem zweitgrössten Produzenten. Aus diesem Grund unterstützt die Deza die Entwicklung eines kohlenstoffarmen Zements, der aus Kalksteinschotter, kalziniertem Ton und Klinker besteht. Das Projekt wurde von der ETH Lausanne und einem Forschungskonsortium entwickelt.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Helmut Meier (Helmi)
    Wie bitte will der Bund konntrolieren, was im Aussland mit unseren Geldern passiert, wenn sie es nicht mal im Innland (POSTAUTO) können. Aber spielt warscheinlich keine Rolle, Entwicklungshilfe ist ohnehin sehr fragwürdig.
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  • Kommentar von Alfred Schläpfer (191.5yenokavan)
    Entwicklungshilfe? Einfach eine weitere Form des Kolonialismus gepaart mit dem selbstgerechten Etnozentrismus. Wo bekam eine Mehrheit der afrikanischen Elite ihre Ausbildung? Europäische und amerikanische Kaderschmieden (Universitäten oder Militär) und natürlich auch in Russland, Kuba oder China. Nie zum Vorteil der lokalen Bevölkerung. Alle sind heute willfährige Helfer der Grosskonzerne und der libertären Abzockergesellschaft.
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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    Ich wünsche mir, dass Afrika so viel Zusammenwirken und Common Sense entwickeln kann, dass die Menschen dort, jede Form von Kolonialsimus, in welcher Verkleidung auch daherkommend, erkennen und alle daran Beteiligten rausschmeissen. Einer der reichsten Kontinente muss sich das nicht mehr gefallen lassen. Wir 'Weissen' hier, können derweil an einem Europa von Menschen für Menschen, der Vielfalt, der Demokratie bauen und unsererseits, das konzern-und lobbybeherrschte Europa aus dem System kicken.
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