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Rekordausschüttung möglich Je grösser der Jackpot, desto mehr Geld für die Kantone

Seit 46 Spielen hatte niemand einen Sechser im Lotto. Das freut die öffentliche Hand.

Legende: Audio «Die Kantone profitieren von Swisslos» abspielen. Laufzeit 2:11 Minuten.
2:11 min, aus SRF 4 News aktuell vom 09.12.2016.
  • Von jedem Franken, der ins Lotto investiert wird, fliessen 30 Rappen an die Kantone.
  • Es ist absehbar, dass 2016 mehr Geld an die Kantone ausgeschüttet wird als 2015.
  • Die Rekordausschüttung wurde 2014 mit 360 Millionen erreicht.
  • Spielen die Leute online, profitiert der Kanton mehr, da die Provisionen für die Kioske entfallen.

Fast 330 Millionen wurden im letzten Jahr an die Kantone ausgeschüttet. Dieses Jahr wird es noch mehr sein, wie Swisslos-Mediensprecher Willy Mesmer sagt: «Die Ausschüttung wird 2016 wesentlich grösser sein als 2015. Das kann man schon heute mit Sicherheit sagen.»

Damals wurde der Jackpot nicht über Wochen in die Höhe getrieben, darum haben weniger Leute Lotto gespielt. «In diesem Jahr läuft es besser für Swisslos. Deshalb liegt für die Kantone sogar ein Rekord drin.» Am kommenden Samstag kann man 59 Millionen gewinnen.

Rekordausschüttung möglich

Entscheidend sei, wie lange diese Jackpot-Periode dauert. Wenn sie am Samstag beendet wird, dann werde es keine Rekordausschüttung geben. «Wenn sie aber noch eine oder zwei Wochen anhält, liegt ein Rekord auch im Bereich des Möglichen.»

Dieser Rekord wurde vor zwei Jahren mit einer Summe von 360 Millionen Franken erreicht.

Kantone profitieren vom Internet-Lotto

Positiv für die Kantone sei die Tatsache, dass vermehrt im Internet Lotto gespielt werde, sagt Mesmer. Denn hier erhielten die Kioske keine Provisionen.

«Dieses Internetspielen kommt direkt den Kantonen und dem Reingewinn zu Gute. Wenn wir keine Detailshandelsprovisionen bezahlen müssen, bleibt mehr Geld für uns übrig.»

Rund ein Fünftel des Umsatzes beim Zahlenlotto wird mittlerweile online erzielt. Die Tendenz ist zwar zunehmend, aber nur noch in kleinen Schritten. Die grosse Mehrheit spielt immer noch auf Papier. Dies erklärt die langen Schlangen vor den Kiosken, auch in Zeiten von Internet und Smartphone.

Legende: Video «Archiv: Was vom Rekordgewinn bliebe, hängt vom Wohnort ab» abspielen. Laufzeit 1:17 Minuten.
Aus Tagesschau vom 02.12.2016.

7 Kommentare

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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    ich habe gehört, dass der Jackpot in der Schweiz bis zu einer Milliarde, ja unbegrenzt steigen kann. Das finde ich eine sinnlose Geldverschwendung für einen einzelnen, oder einige wenige, die dafür ausser die richtigen zahlen einsetzen, nichts tun müssen. Wie manchem Arbeitslosen könnte mit diesem Gelg geholfen werden. Es sollte unbddingt eine Limite von 50'000 gesetzt werden und der Rest für kulturelle Zwecke oder für Natur-, Tierschutz oder Behinderte verwendet werden,.
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    1. Antwort von Beat Reuteler (br)
      Das würde ein Schuss sein der hinten hinausgeht. Bei einer solchen Limite würden automatisch die Einsätze drastisch sinken, was dann die Einnahmen die für die Allgemeinheit ausgeschüttet werden könnten (also die Steuern) sogar verkeinern täte. Für kulturelles, Naturschutz Bildung etc. wäre also am Ende weniger drin.
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  • Kommentar von Alex Bauert (A. Bauert)
    Stossend an dieser Steuer ist, dass die Einsätze nicht vom Einkommen abgezogen werden können, was sonst immer so ist. An der Börse zahlt niemand Steuern auf die Gewinne und Verluste können nicht abgezogen werden. Hab ich n'Haus, kann ich Investitionen abziehen und muss Eigenmietwert und Mieteinnahmen besteuern. Arbeitslohn ist zu versteuern, davon abzuziehen die Auslagen bis zu einem Maximum. Überall ein System, ausser beim Glücksspiel!
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    1. Antwort von Beat Reuteler (br)
      Genau richtig, dass kein Abzug erfolgt. In einer Zeit wo nicht einmal die vollen Kosten des Arbeitsweges mehr abgezogen werden können wäre es ja noch schöner wenn dann die Spieler noch den Einsatz abziehen könnten. Neiaberau.
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  • Kommentar von Urs Heim (Ursus)
    Wenn der Jackpot des schweizer Lottos noch lange nicht geknackt wird, wird das schröpfen des glücklichen Gewinners fast noch lukrativer werden als die Steuererträge die man vom reichsten Schweizer Bürger einziehen kann. Aus meiner Sicht grenzt das besteuern des Glücks fast ein bisschen an moderne Wegelagerei - Wenn einem die Furtuna küsst sollte der Kanton/ der Staat sich zurückhalten, denn sie halten nach dem ausfüllen der neuen Steuererklärung nochmals tüchtig beide Hände hin, was reicht!
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    1. Antwort von Beat Reuteler (br)
      Nein, Nein, die wo ohne eigene Leistung solche Summen zugesprochen bekommen sollen mit Freude den Obulus an die Allgemeinheit abgeben. ganz recht so.
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