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Schweiz Jeder Dritte rasselt bei Autoprüfung durch

Jährlich versuchen sich in der Schweiz Zehntausende Neulenker beim Autofahren. Allen gemein ist: Sie müssen am Ende durch die praktische Prüfung. Ein Drittel der Führerschein-Anwärter kriegt beim Test auf der Strasse die Kurve jedoch nicht beim ersten Mal.

Ein Fahrlehrer und seine Schülerin in einem Auto.
Legende: Lenken, Regeln beachten und parkieren – was einfach scheint, genügt bei der praktischen Führerprüfung oft doch nicht. Keystone

Die Nachfrage nach Fahrausweisen war in den letzten Jahren unverändert hoch. Das gilt nicht nur für das Fahren mit Personenwagen, sondern auch für die anderen Fahrausweis-Kategorien. Doch geschenkt wird einem der Führerausweis nicht – das müssen jedes Jahr wieder Zehntausende Neulenker erfahren.

Im letzten Jahr absolvierten 92'636 Frauen und Männer zum ersten Mal die Fahrprüfung der Kategorie B (Personenwagen). 64,3 Prozent von ihnen – das entspricht 59'611 Personen – schafften die Prüfung auf Anhieb, wie die Vereinigung der Strassenverkehrsämter (Asa) mitteilt.

Im Durchschnitt 1,48 Anläufe nötig

Die anderen hingegen – also 35,7 Prozent – mussten mindestens ein zweites Mal vor den Fahrexperten erscheinen. Wie gross dabei der Anteil der Männer bzw. Frauen ist, ist in der Statistik nicht ersichtlich. Durchschnittlich brauchten die Neulenker 1,48 Anläufe, bis sie den Ausweis in der Tasche hatten.

Bei der Theorieprüfung waren im Mittel 1,44 Anläufe nötig. Wie hoch der Anteil der Personen ist, welche die Prüfung im ersten Anlauf bestehen, wird bei den theoretischen Führerprüfungen nicht erhoben.

Die Erfolgsquote bei der Fahrprüfung für Personenwagen verändere sich über die Jahre nur gering, schrieb die Asa. Die Zahl der abgelegten Prüfungen bewegte sich in den Jahren 2005 bis 2014 zwischen 128'394 im Jahr 2008 und 142'136 im Jahr 2012.

20 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe, Gwatt
    Ich glaube das ist nichts sonderliches. Heute büffelt man nicht mehr für eine Prüfung, sondern geht mal hin und sieht was man noch lernen soll. Dann fällt man halt durch und versucht es nochmals. Wenn man etwas dagegen tun möchte, sollte man erst in einem Jahr den nächsten Versuch starten können. Ein weiterer Grund sind sicher auch Ausländer, die die Strassenverhältnisse in der Schweiz nicht wahrhaben wollen.
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  • Kommentar von A. Brunner, Arlesheim
    Meine Tochter hat in England die Fahrerprüfung gemacht und wer einmal dort auf dem Land war weiss, dass alles sehr eng ist. Das Ganze kostete Fr. 450.- ! Ich bin sicher, dass sie eine gute Automobilistin ist, den Autofahren ist vorwiegend eine Vernunft-und Charaktersache. Dazu braucht Autofahren Zeit, Zeit welcher aber immer hektiker wird. Dazu kommt, dass das Auto ein Statussymbol ist und viele zu unnötigen Risiken verführen. Sie haben dann das Gefühl etwas zu sein. Aber ich war nicht besser.
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  • Kommentar von Alberto da Vinci, Pratteln
    Wenn die Polizei nicht nur Geschwindigkeitskontrollen durchführen würde hätte 1/3 der Automobilisten keinen Fahrausweis mehr. Gewisse Fahrprüfungen die irgendwo in der Wüste erworben wurden sollten in der Schweiz keine Gültigkeit haben.
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