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Schweiz Jeder Zehnte verdient sehr wenig

In der Schweiz arbeiten mehr Menschen für einen geringen Lohn als bisher angenommen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Genf. Besonders hoch ist dabei der Anteil der Frauen.

Legende: Video «Jeder Zehnte arbeitet zu einem Tieflohn» abspielen. Laufzeit 1:41 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 28.02.2013.

In der Schweiz arbeitet mehr als jeder zehnte Arbeitnehmer für einen Tieflohn, der selbst bei einer 100-Prozent-Stelle oft nicht zum Leben reicht. Dies zeigt eine Analyse der Universität Genf im Auftrag des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB).

Bei mindestens 437'000 Betroffenen liege der Lohn unter der Tieflohnschwelle von 3986 Franken im Monat, so der SGB. Der Bund war bisher von tieferen Zahlen ausgegangen – bezog jedoch weder die Angestellten in der Land- und Hauswirtschaft mit ein.

Fast drei Viertel der Betroffenen sind Frauen

Mehr als ein Drittel der Tieflohn-Beschäftigten haben laut der Studie eine Berufslehre absolviert. Für den SGB stellen diese Zahlen dem Schweizer Arbeitsmarkt ein miserables Zeugnis aus: «Eine Berufslehre ist keine Garantie mehr für eine Stelle mit einem anständigen Lohn», so SGB-Präsident Paul Rechsteiner.

Besonders betroffen von den tiefen Löhnen sind die Frauen: 16 Prozent von ihnen haben einen zu tiefen Lohn. Bei den Männern beträgt der Anteil sechs Prozent.

44 Kommentare

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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    Alexander Moser"Sind 4000.00 wirklich ein"Niedriglohn",od.sind Ansprüche ganz einfach zu hoch?"Abgesehen von Kinder-+Sozialzulagen,ein Blick in die Einkaufswagen genügt.Die meisten Leute haben es gar nicht nötig,beim Essen zu sparen,indem sie natürlich einkaufen,was klar billiger+gesünder wäre.Auch die Klamotten verraten dasselbe wie die Wohnungseinrichtungen-+geräte,wie die übervollen Fluplätze,Strassen,Freizeitzenter,Skipisten,Sackgelder der Kinder....Alles heutige Grundbedürfnisse?
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  • Kommentar von Vreni Müller, Chur
    Herzlich Willkommen in der PFZ. Sie, liebe Schweizer/innen, haben ja so gewählt. Ich bin 100% sicher, sie werden der PFZ-Ausweitung auf Kroatien und später auf die Türkei auch zustimmen. Also nicht aufregen, sondern etwas schlauer (Kopf einschalten) abstimmen!
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    1. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      Diese Befürchtung teile ich auch. Wahrscheinlich unterliegen wieder die meisten der Angstmacherei unsrer Regierung und Wirtschaft. Hoffe auf die Überbevölkerungsinitiativen. Interessanterweise diskutieren die einzelnen EU-Staaten übers selbe Problem, obwohl die verhältnismässig viel weniger Zuwanderung haben.
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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Zum Glück muss man keine Krankenkasse, Steuern etc. mehr bezahlen, wenn man Opfer schwer krmineller Verleumdungs-, Drohungs,- Dokumentefälschungs- und Gewaltstraftaten wurde und kann dadurch ungehindert Schwarzarbeit ausführen. Mit Schwarzarbeit lässt sich viel mehr Geld verdienen, so dass viel mehr Urlaub, Ausgang etc. drinliegt. Die Schwarzarbeit sollte allerdings beim Arbeitsamt offen deklariert werden um Missverständnissen vorzubeugen.
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