«Muslime sollten sich klar von Gewalttaten distanzieren»

Lara und Simon sind christlich erzogen worden – dennoch spielt die Religion nicht für beide die gleiche Rolle. Das Zusammenleben mit Muslimen beurteilen sie als problemlos. Simon ortet bei Muslimen jedoch weniger Toleranz und wünscht sich, dass sie sich von Gewalttaten von Islamisten distanzieren.

Laras Eltern stammen aus Spanien. Welcher Religion sie angehöre, will sie zunächst gar nicht sagen.

«Es spielt doch keine Rolle, dass ich Christin», ist sie überzeugt. Wichtig sei, dass alle die gleichen Rechte hätten. Woher jemand stamme oder welcher Religion er oder sie angehöre, dürfe keine Rolle spielen.

Lara Otero-Monzón

- 14 Jahre alt
- 8. Klasse Sekundarschule Niederglatt ZH
- In der Schweiz aufgewachsen
- eingebürgert
- Vater und Mutter aus Spanien
- Christin
- Hobbys: Geräteturnen, Querflöte, Tanzen
- Berufswunsch: etwas mit Sprachen und Mathematik

«Stolz, Christ zu sein»

Ihr Gesprächspartner Simon ist hingegen stolz darauf Christ zu sein. Damit unterscheidet er sich von vielen Schweizer Jugendlichen, die – wie Lara – der eigenen Religion nur wenig Bedeutung beimessen.

Simon schildert, wie sich muslimische Mitschüler über Homosexuelle geäussert hatten: «Schwule sind doch keine Menschen!»

Simon vermutet deshalb, dass Muslime im Allgemeinen etwas weniger tolerant sind.

Simon Kappeler

- 14 Jahre alt
- In der Schweiz aufgewachsen
- Vater und Mutter sind Schweizer
- Christ
- Hobbys: Lesen, Gamen, Dokus schauen
- Berufswunsch: Gymnasium

(Echo der Zeit, 30.03.15, 18 Uhr)