«Terrorismus hat keine Religion»

Der Islam spielt im Leben von Jasmin eine wichtige Rolle. Witze über Religion lehnt er grundsätzlich ab. An der Berichterstattung der Medien stört ihn, dass kaum differenziert wird und der Islam mit Terrorismus gleich gesetzt wird.

Porträt von Jasmin Fetai

Bildlegende: Jasmin Fetai besucht die 8. Klasse in der Sekundarschule Niederglatt. SRF


«Terrorismus hat keine Religion»

3:40 min, aus Echo der Zeit vom 25.03.2015

Die Familie von Jasmin stammt aus Mazedonien. Seine Religion ist ihm wichtig – er betet fünf Mal pro Tag und verfolgt auch die anderen Gebote des Islams. Dennoch verbringt er seine Freizeit nicht nur mit anderen Moslems: «Wichtig ist nur, dass der Charakter stimmt.»

Er findet es grundsätzlich falsch, wenn über Religion Witze gemacht werden. «Religion ist eine ernste Sache», findet Jasmin. Dennoch kann er das Vorgehen der Attentäter von Paris nicht gutheissen. Er ist überzeugt, dass diese keine «richtigen Muslime» seien, da der Islam das Töten von Menschen grundsätzlich verbietet.

In den Medien würden islamistische Gewalttaten nicht genügend abgegrenzt von der Religion. Rhetorisch fragt er: «Wenn ein betrunkener Autofahrer in einen Baum fährt, wer ist dann schuld: der Fahrer oder das Auto?»

Jasmin Fetai

- 14 Jahre alt
- 8. Klasse Sekundarschule Niederglatt ZH
- In Mazedonien geboren
- Vater und Mutter aus Mazedonien
- Muslim
- Hobbys: Fussball
- Berufswunsch: Kaufmann

(Echo der Zeit, 30.03.15, 18 Uhr)