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Jetzt reden wir! «Terrorismus hat keine Religion»

Der Islam spielt im Leben von Jasmin eine wichtige Rolle. Witze über Religion lehnt er grundsätzlich ab. An der Berichterstattung der Medien stört ihn, dass kaum differenziert wird und der Islam mit Terrorismus gleich gesetzt wird.

Porträt von Jasmin Fetai
Legende: Jasmin Fetai besucht die 8. Klasse in der Sekundarschule Niederglatt. SRF

Die Familie von Jasmin stammt aus Mazedonien. Seine Religion ist ihm wichtig – er betet fünf Mal pro Tag und verfolgt auch die anderen Gebote des Islams. Dennoch verbringt er seine Freizeit nicht nur mit anderen Moslems: «Wichtig ist nur, dass der Charakter stimmt.»

Er findet es grundsätzlich falsch, wenn über Religion Witze gemacht werden. «Religion ist eine ernste Sache», findet Jasmin. Dennoch kann er das Vorgehen der Attentäter von Paris nicht gutheissen. Er ist überzeugt, dass diese keine «richtigen Muslime» seien, da der Islam das Töten von Menschen grundsätzlich verbietet.

In den Medien würden islamistische Gewalttaten nicht genügend abgegrenzt von der Religion. Rhetorisch fragt er: «Wenn ein betrunkener Autofahrer in einen Baum fährt, wer ist dann schuld: der Fahrer oder das Auto?»

Jasmin Fetai

- 14 Jahre alt
- 8. Klasse Sekundarschule Niederglatt ZH
- In Mazedonien geboren
- Vater und Mutter aus Mazedonien
- Muslim
- Hobbys: Fussball
- Berufswunsch: Kaufmann

(Echo der Zeit, 30.03.15, 18 Uhr)

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Albert Baer, Zürich
    Kann man als Jugendlicher schon Christ oder Muslim sein? Ich denke nicht. Gott/Allah hat sicher kein Interesse an noch unmündigen Gläubigen (Kindern/Teenagern), die noch nicht wissen was sie tun. Religion ist etwas für Erwachsene, also ab 20 Jahren. Man wird nicht als Christ oder Muslim geboren, man ist Christ oder Muslim, wenn man sich im vollen Bewusstsein dazu entschieden hat. Liebe Jugendliche! Lasst euch also bezüglich Religion von niemanden eure Freiheit wegnehmen selber zu entscheiden.
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    1. Antwort von Björn Christen, Bern
      Gemäss islamischem Glauben wird JEDER Mensch als Moslem geboren (auch Jesus und all biblischen Propheten waren Moslems!). In nicht-islamischen Ländern kann uns dieses absurde Konzept egal sein, aber wer in diese Kultur hineingeboren wird, ist von Tag 1 dabei, ob er/sie das nun will oder nicht. Und den Islam verlassen, ist gefährlich, weil auf Apostasie die Todesstrafe steht und jeder ex-Moslem im Prinzip vogelfrei ist und von jedem Moslem straffrei umgebracht werden darf.
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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    Vielleicht schaffen es Jasmin u.a. Muslime, sich einmal über die Begriffe Glaube, Religion und Kultur Gedanken zu machen? Jeder soll doch glauben was er will, in den eigenen 4 Wänden oder gemeinsam in Kirchen/Gebetshäuser. Es gibt keinen Grund, seinen Glauben in Öffentlichkeit zu demonstrieren. Erst recht nicht in unsrer Kultur altertümliche Forderungen zu stellen oder sich nicht an unsre Gesetze zu halten. Aber genau das tun die meisten unsrer Muslime, u.das ist auch ein klein bisschen Terror!
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  • Kommentar von Nermine Ahnedi, zug
    Bravo Jasmin, bin stolz uf dich
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