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Schweiz Jung, alkoholisiert, gewalttätig – und auch weiblich

Ruhestörung, Vandalismus und Gewalt in Strassen und auf Plätzen – schuld daran ist in vielen Fällen der Alkohol.

Legende:
Der Einfluss von Alkohol bei Gewalt: Anzahl der Vorfälle Online-Befragung Hochschule Luzern

Im untersuchten Zeitraum war bei der Hälfte aller Gewalthandlungen im öffentlichen Raum Alkohol im Spiel. Am häufigsten spielte Alkohol bei Streitigkeiten und Ruhestörungen (76 Prozent) eine Rolle, gefolgt von Gewalt gegen Personen (54 Prozent) und Gewalt gegen Objekte (17 Prozent). Betroffen sind vor allem die Städte und Agglomerationen, häufig finden die Vorfälle am Wochenende statt.

Wenig bedeutend ist Alkohol bei Einbrüchen oder Diebstählen: Hier ist nur bei 8 Prozent der Fälle Alkohol im Spiel. Bei Drohung, Erpressung, Raub, Sexualdelikten, Nötigung und aussergewöhnlichen Todesfällen lag der Anteil zwischen 6 und 39 Prozent.

Die Täter sind junge Männer in kleinen Gruppen, 19 bis 34 Jahre alt. Pikannt: Bei einem Drittel der Vorfälle sind auch Frauen beteiligt.

Mehr Ruhestörungen

Die Bedeutung von Alkohol bei Gewalthandlungen nehme zu, sagen Polizisten und Fachpersonen. Die Zahlen sprechen jedoch eine leicht andere Sprache: Ein Vergleich der Online-Befragungen von 2013 und 2007 im Kanton Bern zeigt: Lediglich bei den Ruhestörungen und Streitigkeiten ist eine Zunahme festzustellen, von 66 auf 77 Prozent.

Was tun? Die Studie kommt zum Schluss, dass Alkoholprävention wahrscheinlich dazu führt, dass die Gewalt im öffentlichen Raum zurückgeht. Zudem müssten Synergien zwischen Alkohol- und Gewaltpräventionsstellen vermehrt genutzt werden, schreiben die Autoren.

Viele sind verunsichert

Über 45 Prozent der Schweizer Bevölkerung wurden in den letzten12 Monaten im öffentlichen Raum durch alkoholisierte Fremde belästigt oder hatten Angst vor ihnen.5,6 Prozent der Bevölkerung gab an, Opfer von körperlichen Aggressionen mit alkoholisiertem Täter zu sein.

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Gerhard Himmelhan, 3904 Naters
    Der "Vorteil" dieser Tortur bestand darin, dass die Bevölkerung, von diesen jugendl. "Unarten" fast befreit war.Zu welchem Preis.Wie oben beschrieben kommen die Pubertierenden v. einem Extrem ins andere.Man/sie bräuchten disziplinierende eindeutige Führung,man/sie verfügen/ten über eine übermässige Energie die in Bahnen gelenkt werden will. Erziehung.Aber das kostet Geld und das meinen wir nicht zu haben.Jeder älter als 25Jahren hat das mehr oder weniger stark selbst erlebt.Ehrlich? Drangjahre!
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  • Kommentar von Gerhard Himmelhan, 3904 Naters
    Jeder der mittleren u. älteren Generation weis wie schwierig die Pubertät ist. Man ist weder Fisch noch Vogel. Bin Jahrgang 1940, zu jener Zeit, ich war 13.5 Jahre, war damals in der Lehre. In D12 Stunden Tag waren die Regel! Man war dann abends so müde, dass man ins Bett fiel. Sollte es trotzdem einmal abends zu einem Bier gekommen sein war die Polizei zur Stelle u. wir bekamen Herzklopfen.Statt Führung war es oft an der Grenze zur Kinderarbeit. Wünsche keinem jugendlichen diese Sch.Zeit.
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  • Kommentar von D. Daniele, Obergösgen
    Über die Jungen zu schimpfen, wie schlecht und verdorben Sie sind ist einfach Blödsinn.Wir haben unseren Möglichkeiten entsprechend auch über die Strenge geschlagen.Hauptverantwortlich sind wir Erwachsenen,wir sind die Vorbilder, wir lassen den Kindern die Freiheiten um uns vom Alltagsstress zu erholen!Wir Produzieren den Alkohol und wollen möglichst viel verkaufen!Um oft nur das schnelle Geld zu machen, Opfern dafür unsere Kinder! Kinder werden Unschuldig geboren,wir machen Sie zu Schuldigen!
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