Zum Inhalt springen

Kampf dem Stau im Südkanton Tessiner planen Milliarden-Tunnel in der Magadinoebene

Ein 6,5 Kilometer langer Tunnel soll den Verkehr zwischen Bellinzona und Locarno entlasten. Widerstand gegen den Milliarden-Bau gibt es nur wenig.

Legende: Video Das Tessin plant einen Tunnel unter der Magadinoebene abspielen. Laufzeit 2:30 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 07.05.2018.

Der Kanton Tessin hat heute in Bellinzona seine Idee präsentiert, um das Verkehrsproblem in der Magadinoebene ein für alle Mal zu beheben: Mit einem 6,5 Kilometer langen Tunnel sollen Dörfer und die fruchtbare Magadinoebene weitgehend unterfahren werden.

Auch Umweltverbände mit im Boot

Die Kosten von 1,45 Milliarden Franken würde der Bund übernehmen. Bis Ende Jahr können alle involvierten Partner Stellung zum Projekt nehmen. Widerstand gegen das Milliarden-Projekt gibt es bislang wenig. Sogar die Umweltverbände können sich – nach ihrem Widerstand gegen frühere Projekte – mit dem Tunnel anfreunden.

30'000 Fahrzeuge – täglich

Für Reisende in Richtung Locarno ist es ein bekanntes Bild: Von der A2 bei Bellinzona her in Richtung Lago Maggiore ist besonders während der Ferienzeit Stau vorprogrammiert. Die staugeplagten Einheimischen müssen die Strecke täglich fahren.

Karte der Magadino-Ebene.
Legende: Die Tunnel-Version soll 1,45 Milliarden Franken kosten. SRF

Seit Jahren fehlt zwischen Bellinzona und Locarno eine Schnellstrassenverbindung. Die Strecke führt aktuell über eine Kantonsstrasse mitten durch die Magadinoebene, mitten durch die Dörfer. Rund 30'000 Fahrzeuge quälen sich an Spitzentagen über die Kantonsstrasse. Projekte für eine Umfahrung wurden früher an der Urne versenkt.

19 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Fritz Niederhauser (Fritzio)
    Ich finde den Tunnel eine gute Lösung. Ortsumfahrungen sollten meiner Meinung nach wo immer möglich unterirdisch Erfolgen. Schont Kulturland und das Landschaftsbild. Ein Tunnel ist halt teuer, aber andererseits wird es der Wirtschaft (Arbeitsplätze) zu gute kommen. Den Menschen in der Schweiz geht es Verhältnismässig noch gut. Sage mal Jammern auf hohem Niveau.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Schon vor 55 Jahren, als ich im Tessin meine zweite Ausbildung absolvierte, gehörte das Auto zum normalen Haushaltsgebrauch! Kein Wunder, dass trotz Ausbau des öV's (Bahnen, Bus) die Strassen zum Dauerstau geworden sind! Ueber einen Bahnausbau zwischen Bellinzona und Locarno (Ascona) (zB. Doppelspur, Verlängerung bis Ascona), muss im Tessin niemand diskutieren! Alles will privat im Auto unterwegs sein! "Mama mia", es gäbe aber auch für eine neue Strasse alternative und günstigere Varianten!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Silvio Silla (Silla)
    Dieser Tunnel würde auf der linken Magadinoebene kommen Herr Waldeck! Der Stau und das Einzugsgebiet ist jeden Tag bei SantAntonino, Cadenazzo und Contone. Auch über den Ceneri fahren Autos jeden Tag nach Locarno. Es wäre also ins eigene Bein geschossen, wenn diese Strasse auf der rechten Seite gegraben würde Herr Waldeck. Stehen sie mal um 07:00 Uhr im Contone an den Strassenrand! Und dieser ist auf der linken Talseite.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Klaus Waldeck (kdwbz)
      Die bisherige Strasse würde ja wohl kaum entfallen und wäre wie bis anhin für die Zufahrt der genannten Gemeinden verfügbar. Ein Grossteil des Verkehrs ab Ausfahrt AB-Bellinzona Süd betrifft allerdings Fahrten von und nach Locarno/Ascona. Ich gehe davon aus das die Tunnelstrecke als Schnellstrasse wie die Galleria Minusio-Mappo ausgeführt würde.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen