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«Kampf der Schiene» 36 Tage Streik – mit dem Zug nach Frankreich klappt nicht

Legende: Video Bahnstreik legt Frankreich lahm abspielen. Laufzeit 1:37 Minuten.
Aus Tagesschau vom 03.04.2018.

Stillstand prägt den Tag in Frankreich: Mehr als drei Viertel der Lokführer der Staatsbahn SNCF streiken. Das Personal will aber nicht nur heute streiken, sondern bis Ende Juni – an jeweils zwei von fünf Tagen pro Woche. Hier die Übersicht über die geplanten 36 Streiktage.

Streiktage bis Ende Juni

April
3.–4.
8.–9.13.–14.18.–19.23.–24.28.–29.
Mai3.–4.8.–9.13.–14.18.–19.23.–24.28.–29.
Juni2.–37.–8.12.–13.17.–18.22.–23.27.–28.
Quelle: sbb.ch

Der Streik beginnt jeweils am Vorabend um 19:00 Uhr und endet am Tag nach dem Streiktag um 8:00 Uhr.

Keine Zugverbindungen mit der Schweiz

Die Streiktage wirken sich auch hierzulande aus. Am Dienstag sind die Zugverbindungen in die Schweiz komplett gestrichen worden. Strecken, auf denen ein Zug aus Frankreich gefahren wäre, werden aber bis zur Schweizer Grenze abgedeckt, sagt die SBB. Also beispielsweise die Zugfahrt von Zürich nach Basel in Richtung Paris. In Basel ist dann aber Schluss mit der Fahrt.

Betroffene Züge in der Schweiz

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Der Online-Fahrplan der SBB ist nicht angepasst. Auf der Seite Bahnverkehrsinformation, Link öffnet in einem neuen Fenster können aber die betroffenen Züge abgefragt werden. Die betroffenen Züge befinden sich zuunterst auf der Seite.

Wer bereits Billette nach Frankreich gekauft hat und vom Streik betroffen ist, kann die Tickets bei TGV Lyria kostenlos rückerstatten lassen. Dies schreibt die SBB auf Ihre Website. Tickets können demnach auch umgetauscht werden. Mehrkosten müssten aber selbst bezahlt werden.

«An Fahrgemeinschaften denken»

In Frankreich selber werden Autofahrer darauf hingewiesen, an Mitfahrgemeinschaften zu denken. Solche Fahrgemeinschaften können über verschiedenste Anbieter gebucht werden.

Ein Strassenschilder weist in Bordeaux auf den Treffpunkt für Mitfahrgemeinschaften hin. (reuters)
Legende: Reuters

Streiks auch in der Luft

Bei der Fluggesellschaft Air France fallen zudem wegen je zwei Streiktagen diese und nächste Woche Flüge aus. Der Flughafen Zürich etwa bestätigt, dass drei von fünf für heute geplanten Starts nach Paris und zwei von fünf Air-France-Flügen nach Zürich annulliert wurden.

Betroffen sind alle Air-France-Flüge in die Schweiz und von der Schweiz nach Frankreich. Passagiere müssen sich direkt mit der Airline in Verbindung setzen. Es muss mit weiteren Ausfällen gerechnet werden wie Air France auf Anfrage mitteilte. Die Fluggesellschaft empfiehlt ihren Fluggästen, sich vor der Ankunft am Flughafen auf ihrer Homepage , Link öffnet in einem neuen Fensterzu informieren. Ausserdem empfiehlt die Air France, eine am 3., 7., 10. und 11. April gebuchte Reise zu verschieben.

26 Kommentare

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  • Kommentar von Paul Moser (PaulM)
    Warum beginnt man mit dem Abbau von Privilegien (Löhne, Ferien, Boni etc) nicht einmal oben in der Hierarchie? Warum immer zuerst unten bei den Leuten an der Front, die täglich, in allen Jahreszeiten und jedem Wetter ihren Job machen? Ich wette, in den Teppichetagen gäbe es sicher vieles, das man "optimieren" könnte.
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    1. Antwort von Dölf Meier (Meier Dölf)
      Unten bringt das Milliarden, oben weniger. Heute besteht ein knallharter Konkurenzkampf. Ein Kampf ums Überleben, Milliardenvölker wie China und Indien mischen mit Tiefstlöhnen mit. Europa wird immer mehr unter Druck geraten. Die Benachteiligten sind immer die Schwachen. Boni sogar bei Verlust auszubezahlen ist eine Schande!
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  • Kommentar von frank nüller (frankysrf)
    die aussage von srf, dass alle zugsverbindungen in die schweiz komplett gestrichen worden sind, stimmt überhaupt nicht !! heute wie auch morgen fährt die hälfte aller züge von basel nach strassburg und wieder zurück, jeweils morgens und abends je 5-6 züge in beide richtungen !!). bin selber davon betroffen, komme sogar mit "meinen" gewohnten zügen dorthin und wieder zurück.
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    1. Antwort von Charles Dupond (Egalite)
      Basel SBB hat einen separaten SNCF-Bahnhof fuer innerfranzoesischen Verkehr (unter franzoesischer Zoll- und Grenzpolizeihoheit). Gestrichen wurden alle grenzueberfahrenden Zuege (vor allem TGV).
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    2. Antwort von Dölf Meier (Meier Dölf)
      Ich verabscheue Streiks. Alle verlieren!!
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  • Kommentar von Willi Geissbühler (tagesschau)
    Das Thema Gewerkschaften, und hier speziell die Lokführer und Anverwandte, ist nicht die Schuld vom Macron. Alle vorangegangenen Präsidenten haben versucht hier aufzuräumen, aber leider ist es so, dass diese Leute nicht gerade das Arbeiten erfunden haben. Mit 50 in Pension usw . Das sind alles Kommunisten, jedoch mit Null kommunem Gemeinschaftssinn. Die sollte man entlassen und jungen Leuten einen Chance zum Arbeiten geben. Der Schaden an der franz. Wirtschaft ist gewaltig. Verantwortungslos.
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    1. Antwort von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
      Auch wenn ein Lokführer (mit viel Nachtdienst und dauernd unregelmässigen Arbeits-Zeiten) sicher viel Sympathie durch die stehen gelassenen Passagieren bekommt, aber immer wieder solche tagelange Streiks zu erzeugen, ist völlig "daneben"! In keinem Beruf kann ein Angestellter mit 50-54 Jahren in die Pension bei voller Rente! Wenn Macron auch den Staatsbetrieb SNCF mit Millarden hohen roten Zahlen sanieren muss, sollten Berufsleute mit hoher Verantwortung auch verantwortungsvoller handeln!
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