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Schweiz Kantonale Lehrerverbände fordern Kehrtwende im Sprachenstreit

Nur eine Sprache – und zwar eine Landessprache – sollen Schüler zuerst lernen. Verschwindet das Frühenglisch?

Die kantonalen Lehrerverbände wollen neu eine Landessprache als erste Fremdsprache festlegen. Dies haben sie in einer Konsultativabstimmung in Bern beschlossen.

Farbstifte in Bechern
Legende: Kein Frühenglisch: Die Lehrer lehnen nun ab, was sie früher guthiessen. Keystone/symbolbild

Der Entscheid im Rahmen der Präsidentenkonferenz des Lehrerdachverbands (LCH) sei mit nur einer Gegenstimme gefallen, sagte die Präsidentin des Zürcher Lehrerverbands, Lilo Lätzsch. Sie begrüsse diesen Entscheid, er sei ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Emotionale Diskussion

Bisher hatte die Ansicht vorgeherrscht, es seien zwei Sprachen – sowohl eine Landessprache als auch Englisch – zu bewältigen. Nun muss der Verband nochmals über die Bücher.

Dem Entscheid war eine emotionale Diskussion vorausgegangen, wie Jean-Marc Haller von der Westschweizer Lehrergewerkschaft im Westschweizer Radio RTS sagte.

Losgetreten hat die aktuelle Diskussion der Kanton Thurgau. Das Kantonsparlament hatte Mitte August entschieden, Französisch erst ab der Sekundarstufe zu unterrichten. Auch die Nidwaldner Regierung stimmte darauf einer SVP-Initiative mit gleicher Forderung zu.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Und wer, muss diesen unsinnigen, egoistischen und enorm teuren "Kantönligeist-System-Schlamassel" im Bildungsunwesen der Schweiz ausbaden? Natürlich die betroffenen Kinder, Jugendlichen und die Steuern zahlenden BürgerInnen! Kleines Land Schweiz - 1 sinnvolles einheitliches Schulsystem! Einfach und übersichtlich für SchülerInnen, Eltern und Lehrpersonal (auch bei Umzügen in andere Kantone, Städte, Gemeinden) und viel günstiger für die Steuerzahlenden!! Warum kompliziert,...
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Bei uns in Suedafrika lernen die schwarzen Kinder in der Regel 5 - 6 verschiedene Sprachen, einfach so beim Spiel.. draussen vor der Tuere und dann in der Schule 1te Klasse noch englisch... leicht und spielerisch. Nur mit dem Englisch haben sie Probleme weil diese Sprache in den Suburbs nicht gesprochen wird.. Es haengt also nur von der Gelegenheit ab zu sprechen.. das Hirn bewaeltigt es leicht! Was schwarze Kinder so leicht koennen sollte den Europaern auch zugemutet werden koennen!
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  • Kommentar von W. Pip, Züri
    Endlich ein Lichblick im ewigen Experimentitis der Schulen. Back to the roots. Nationale Identität stärken (die roten Socken werden schreien, macht aber nichts). Die kompliziertere Sprache lernt man als Kind leichter, englisch geht später easy noch als Nachspeise obendrauf. Kurz und gut: Französisch ist eine gute Sache. Und Paris ist schöner als London. :O)
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