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Schweiz «Katar war ein gigantischer Fehler»

Angesichts der Schmiergeldaffäre ziehen es viele Fifa-Funktionäre vor zu schweigen. Nicht so der Deutsche Theo Zwanziger, der nach der umstrittenen Vergabe der WM nach Katar Mitglied im Fifa-Exekutivkomitee wurde. Im «Rundschau»-Interview sagt er, warum er heute nicht auf Katar wetten würde.

Legende: Video Theo Zwanziger in der «Rundschau» abspielen. Laufzeit 7:26 Minuten.
Aus News-Clip vom 11.06.2014.

Der Deutsche Theo Zwanziger ist seit 2011 Mitglied im 24-köpfigen Exekutivkomitee des Weltfussballverbands Fifa. Er stiess damit erst nach dem umstrittenen Entscheid für Katar als Austragungsort der Weltmeisterschaft 2022 in das mächtige Gremium.

Zwanziger hält mit seiner Kritik am Katar-Entscheid nicht hinter dem Berg – auch nicht im Interview mit der «Rundschau». «Katar war ein gigantischer Fehler», sagt er zu der umstrittenen Wahl des Wüstenstaates.

Gefragt, ob er angesichts der jüngsten Schmiergeldvorwürfe bei der Vergabe noch auf eine Austragung in Katar wetten würde, sagt Zwanziger: «Das würde ich heute nicht tun.» Derzeit seien eine Reihe von Fragen ungeklärt. Zwanziger verweist auf die Untersuchungen der Fifa-Ethikkommission. «In zwei, drei Monaten werden wir wissen, ob diese Vergabe nach den Regeln des Ethik-Kodex der Fifa stattgefunden hat.»

Sollte dies nicht der Fall gewesen sein, schliesst Zwanziger eine Neuvergabe nicht aus. Sollte sich herausstellen, dass die Vergabe an Katar durch Schmiergeldzahlungen gekauft worden sei, könne sich die Fifa eine Neuvergabe auch leisten.

«Es ist doch völlig klar: Wer zu Unrecht eine WM bekommt, weil er sie mit ethisch verwerflichen Mitteln gewinnt, der hat auch keinen Anspruch auf Schadensersatz. Das sagen mir meine bescheidenen juristischen Kenntnisse», so Zwanziger.

Blatter will nochmals

Fifa-Präsident Sepp Blatter hat in seiner Schlussansprache beim Kongress in São Paulo wie erwartet seine erneute Kandidatur im kommenden Jahr angekündigt.
«Meine Mission ist nicht beendet, das sage ich Ihnen», rief er den Delegierten zu. Kurz zuvor hatten die Fifa-Funktionäre ein Alterslimit und eine Amtszeitbeschränkung abgelehnt. Mehr.

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