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Schweiz Kein Konto mehr für sanktionierte Russen

Obwohl sich die Schweiz nicht an den internationalen Sanktionen gegen Russland beteiligt, ganz untätig will der Bundesrat nicht bleiben. Ab sofort dürfen Personen auf der EU-Sanktionsliste in der Schweiz kein Konto mehr eröffnen.

Ein Schliessfach in einer Bank.
Legende: Keine neuen Konten für sanktionierte Russen in der Schweiz. Der Bundesrat zieht teilweise bei den EU-Sanktionen mit. Keystone / Symbolbild

Der Bundesrat will verhindern, dass Russland die internationalen Sanktionen über die Schweiz umgehen kann. Ab heute dürfen Personen, die auf der Sanktionsliste der EU aufgeführt sind, kein Konto mehr in der Schweiz eröffnen.

Nach der Annexion der Krim durch Russland haben sowohl die EU als auch die USA Sanktionen gegen Moskau verhängt. Auf der EU-Sanktionsliste stehen 33 Personen, für die Einreiseverbote und Kontensperren gelten. Auch die USA führen eine solche Liste, die sich teilweise mit jener der EU deckt. Der Bundesrat hatte vor einer Woche entschieden, sich nicht an diesen Massnahmen zu beteiligen.

Kein Verbot für bestehende Konten

Der Bundesrat wolle nicht, dass der Eindruck geweckt werde, der Finanzplatz profitiere von den restriktiven Massnahmen der EU, hiess es. Dennoch: Bereits bestehende Geschäftsbeziehungen fallen nicht unter das Verbot. Sie müssen aber dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) gemeldet werden.

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21 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Christmann, Stein am Rhein
    Der BR hat beschlossen: Keine Sanktionen gegen Russland. Und jetzt? Doch ein bisschen mit der EU und den USA mitmachen, weil man wieder einmal Angst hat, dass man andernfalls wieder Schelte kriegt. Diese Angsthasenpolitik ist doch völlig unglaubwürdig und unberechenbar. Wer stoppt diesen BR?
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  • Kommentar von Verena Eberhard, 5722 Gränichen
    na ja unser so viel zitierter und schwacher Bundesrat. Ich habe nichts anderes erwartet, die nächste Schlappe folgt hoffentlich bald.Das heisst keine Abstimmung, welche dieser so super gute Bundesrat befürwortet soll vom Volk noch angenommen werden.
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  • Kommentar von Bruno Hochuli, Reinach BL
    Kann den Bundesrat nicht begreifen, da wird die Schweiz als Drittstaat abgemustert und wir helfen der EU noch mit Sanktionen gegen Russland. Was wir jetzt unbedingt sollten, ist unsere sogenannte Neutralität wahren, ob es der EU passt oder nicht. Die EU wird uns auch weiterhin schikanieren, weil wir ein kleiner Staat sind.
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