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Waldbrandgefahr im Winter Kein Silvester-Feuer heuer?

Viele Gegenden in der Schweiz melden akute Waldbrandgefahr. Die Waldbesitzer fürchten sich vor allem vor Feuerwerkern in der Silvesternacht. Nicht ganz zu unrecht.

Dörre Spitze einer Lerche. Im Hintergrund gleist die Sonne.
Legende: Kein Feuer im Winter – so selten ist dieses Verbot gar nicht, sagen die Meteorologen. Keystone

Das Wichtigste in Kürze:

  • Akute Waldbrandgefahr herrscht in Gebieten der Kantone Graubünden, Wallis, St. Gallen, Basel-Stadt und Basel-Land.
  • Über einen Monat kein Regen in Neuenburg, Sitten, Grenchen (SO), Wynau (BE) und Oron (VD).
  • Kein Regen im Dezember in Disentis (GR), Cham (ZG), Zermatt (VS), auf der Grimsel und auf dem Berninapass.
  • Grössere Niederschläge sind laut «SRF Meteo» erst im Januar zu erwarten.

Zuerst die gute Nachricht: Das trockene Winterwetter ist im Grunde nichts Besonderes. Auch in vergangenen Jahren hat es im Dezember kaum Niederschlag gegeben, so die Meteorologen von «SRF Meteo». An vielen Orten fiel demnach 2015 erst nach zwei Monaten Regen oder Schnee.

Für Freunde des Silvesterfeuerwerks dürfte das aber nur ein geringer Trost sein. Denn an vielen Orten der Schweiz rächen sich die niederschlagsfreien Wochen mit einer massiven Trockenheit der Wälder. Die Behörden in Basel-Stadt und Basel-Land warnen vor offenen Feuern an Waldweihnachtsfeiern.

In Sargans hat's bereits gebrannt

Eine grosse Gefahr bildeten auch Feuerwerkskörper, die vor allem an Silvester gezündet würden, schreibt das Amt für Wald beider Basel in einer Mitteilung. Für das Abbrennen von Feuerwerk gibt das Amt deshalb klare Direktiven.

Gemäss der Gefahrenkarte des Bundes ist die Waldbrandgefahr in Teilen der Kantone Graubünden und Wallis am höchsten, allerdings nur an Orten, wo kein Schnee liegt. In weiteren Kantonen herrscht regionale Waldbrandgefahr, so etwa im St. Galler Sarganserland.

Nahe Sargans ist am Mittag bereits ein Waldstück in Brand geraten und musste mit Hilfe eines Helikopters gelöscht werden. Verursacht habe den Brand wahrscheinlich eine unvorsichtige Klettergruppe.

Keine Niederschläge seit Wochen

Ganz trocken geblieben ist es seit über einem Monat in Neuenburg, Sitten, Grenchen (SO), Wynau (BE) und Oron (VD), wie «SRF Meteo» mitteilte.

Seit zumindest Anfang Dezember ist in Disentis (GR), Cham (ZG), Zermatt (VS), auf der Grimsel und auf dem Berninapass kein Tropfen Niederschlag gefallen. Punktuell etwas Niederschlag gab es in der letzten Zeit nur im Osten, jedoch vermochten auch diese schwachen Störungen die Trockenheit nicht zu stoppen.

Ein wenig besser sieht es nur im Süden aus. Laut dem SRF-Wetterdienst kann erst im Januar mit grösseren Niederschlagsmengen gerechnet werden. Über die Weihnachtstage gebe es wohl nur schwache Störungen.

Gefahrenkarte des Bundes zur Waldbrandgefahr.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden (E. W.)
    Wird es in der ganzen Schweiz verboten, ist es nicht schade drum! Durch die Silvesterknallerei wird soviel Feinstaub produziert, wie es ihn das ganze Jahr über nie gibt.
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  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    Ich wäre froh, wenn die Knallerei dieses Jahr nicht stattfinden würde. Mit diesem Geld könnte vielen armen Menschen und auch Flüchtlingen geholfen werden. Das ist kein Ausdruck von jetzt gerade erst, wir lassen uns die Freude auf das Neue Jahr nicht nehmen. Dann lasst die Sektkorken knallen und gebt der Hoffnung Ausdruck, für ein etwas besseres Jahr unter allen Menschen.
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