Kein Zug im Laufental für einen Monat – das nervt

Die Bahnverbindungen durchs Laufental fallen wegen Unterhaltsarbeiten für vier Wochen aus. Laut SBB kann damit die Linie besser, schneller und günstiger saniert werden. Die Totalsperre einer Hauptstrecke für Arbeiten ist neu – und nicht gerade kundenfreundlich.

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Bildlegende: Durchgehend Gleisarbeiten möglich. Die einmonatige Totalsperre im Laufental ist neu und macht es einfacher. Keystone/Archiv

Vier Wochen lang ist die SBB-Hauptstrecke Basel – Delsberg totalgesperrt. Die SBB ersetzt mehrere Kilometer Schienen, Tausende Schwellen, Tonnen von Schotter.

SBB macht praktische Gründe geltend

Die Strecke führt einspurig durchs Laufental. Die SBB sei daher quasi zur Totalsperrung gezwungen, erklärt SBB-Infrastruktur-Leiter Philippe Gauderon. Zudem sei es effizienter, eine Strecke ununterbrochen zu sanieren. Ansonsten müssten die Baumaschinen jeweils nachts ein paar wenige Stunden auffahren, um dann frühmorgens wieder abzuziehen.

«Es ist damit möglich, besser, schneller und günstiger zu arbeiten. Für die Anwohner gibt es weniger Lärm und Staub», sagt Gauderon.

Kritik der Bahngewerkschaft

Damit werde es aber für die Anwohner auch einiges mühsamer, nach Basel zu fahren, entgegnet der Laufener Stadtpräsident Alexander Imhof. Denn die Fahrzeit verdopple sich.

An der längeren Fahrzeit und entsprechend weniger Komfort hat auch die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV keine Freude. «Totalsperrungen sind schwere Eingriffe in den öffentlichen Verkehr, die nach Möglichkeit verhindert werden sollten», kritisiert SEV-Sprecher Peter Moor.