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Die Absage des Axalp-Schiessens habe nichts mit der Beschaffung von Kampfjets zu tun, so Armasuisse
Aus SRF 4 News aktuell vom 10.10.2019.
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Keine Axalp-Flugshow Neue Risse an F/A-18 entdeckt

  • Landeklappen der F/A-18C/D Hornet weisen neue Risse auf.
  • Aus diesem Grund wurden die für Donnerstag vorgesehenen Flugvorführungen der Schweizer Luftwaffe auf der Axalp abgesagt.
  • Dies teilte das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) mit.

Die Risse seien im Rahmen von Kontrollarbeiten entdeckt worden. Als Sofortmassnahme habe der Kommandant der Luftwaffe Flugeinschränkung für die F/A-18 Hornet sowie die Überprüfung sämtlicher F/A-18-Flugzeuge der Luftwaffe angeordnet. Die Schweizer Armee verfügt über 30 F/A-18. Fünf davon sind Doppelsitzer.

Für den Flugbetrieb bedeuten die Flugeinschränkungen, dass bis zum Abschluss der Überprüfung mit den entsprechenden Flugzeugen keine Flugdemonstrationen in Bodennähe und Angriffe mit Bordkanone durchgeführt werden. Es gilt zudem eine Minimalflughöhe von rund tausend Meter über Grund.

Luftpolizeidienst weiterhin möglich

Die F/A-18-Flugzeuge stehen trotz dieser Flugeinschränkung für den Luftpolizeidienst zur Verfügung, wie das VBS weiter schreibt.

Die Neuentdeckung der Risse falle zeitlich mit den Flugvorführungen der Luftwaffe auf der Axalp zusammen. Da das Schiessen mit Bordkanone der F/A-18 sowie die Vorführung der Flugeigenschaften der F/A-18 die Hauptattraktion der Flugvorführungen der Luftwaffe auf der Axalp seien, habe sich die Luftwaffe dazu entschlossen, die Flugvorführungen am Donnerstag im Berner Oberland abzusagen.

Verschiedene Fragen im Zusammenhang mit den entdeckten Rissen, wie zum Beispiel bis wann die Überprüfung aller F/A-18 abgeschlossen ist oder welche Kosten entstehen, seien Gegenstand der laufenden Abklärungen. Erst nach Abschluss dieser vertieften Abklärungen würden zuverlässige Aussagen möglich sein.

Bereits zwei Mal alle F/A-18 überprüft

Bereits Anfang Februar 2018 musste die Luftwaffe fünf F/A-18 wegen Rissen bis März 2018 grounden. Auch diese hatten Risse aufgewiesen, allerdings an den Flügelklappen. Auch damals wurde die ganze Flotte einer Überprüfung unterzogen.

Im Februar 2019 wurde an einem Strukturteil im oberen Rumpf eines F/A 18C ein Riss festgestellt. Die Luftwaffe ordnete wiederum die Überprüfung aller F/A 18 an. Es wurden keine weiteren Risse entdeckt.

Video
Aus dem Archiv: Taugen die F/A-18 noch für den Einsatz?
Aus 10vor10 vom 02.02.2018.
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60 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Diese Flugshows braucht es nicht; sie sind ohnehin angesichts der umwelt- und lärmbelasteten Regionen obsolet. Flugshows kann man also abschaffen - als zu umweltbelastende und zu teure „Hobbys“.
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  • Kommentar von Daniel Bucher  (DE)
    Super. Schon die Trainingsfliegerei seit Tagen hat eine extreme Lärmbelastung in der Region Brienz geführt. Es ist nicht zum Aushalten. Gespräche draussen waren teilweise unmöglich. Bleibt zu hoffen, dass die FA 18 noch lange auf dem Boden bleiben - das wäre auch ein grosser Beitrag zur Luftreinhaltung.
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  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Andere Luftwaffen fliegen den FA18 doch auch. Haben die dort weniger Betriebsstunden oder weniger Belastung im Flugbetrieb? Solche Struktur-Schäden treten generell auf und werden rapportiert, auch zuhanden der Hersteller die dann Überprüfungen der Flotten anordnen.
    Ist dieser Klappenriss etwas einmaliges oder kommt der einfach bei so oder soviel Stunden? Wäre intererassant dies zu erfahren anstelle einfach für oder gegen neue Flieger zu schreiben.
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    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Patrik Müller: Vermutlich sind das neuere Maschinen. Die F/A 18 wurde ja bis heute stetig weiterentwickelt und verbessert und ich nehme mal an, dass die Amerikaner die neueren Maschinen fliegen als die Schweizer.
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    2. Antwort von Lothar Drack  (samSok)
      Gestern hier schon eingebracht: „Jeder zu- oder allfällige Riss ein Argument für neui Flüüger ... Wenn schon Armee und Luftwaffe, dann müssten die auch richtig flicken lernen. Geht nämlich auch!“ Natürlich abgelehnt von jenen, die neue Luxusvögel wollen, mit geradezu verbissenen Argumenten! Offenbar viele “Fachleute“, die wohl ebenso einen SUV anschaffen, auch wenn sie nicht mal auf 4x4 angewiesen sind. Nein, es braucht sie nicht! Die kleine Schweiz kann das mit Kooperationen besser lösen.
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