Kinder in Lausanner Krippe gedemütigt und misshandelt

In einer Kinderkrippe in Lausanne sollen Kinder immer wieder misshandelt worden sein. Sie wurden offenbar stundenlang im WC eingesperrt, der Mund wurde ihnen mit Klebeband zugeklebt oder sie wurden draussen «vergessen».

Mädchen mit Puppe auf einer Treppe.

Bildlegende: Kinder einer Lausanner Kindertagesstätte sollen massiv misshandelt worden sein. Colourbox

Gegen eine inzwischen pensionierte Direktorin einer Lausanner Kinderkrippe läuft eine Administrativ-Untersuchung – ebenso gegen zwei Erzieherinnen. Die Frauen sollen die ihnen anvertrauten Kinder misshandelt haben.

Konkret habe man Kinder stundenlang im WC eingesperrt oder ihnen den Mund mit Klebeband zugeklebt. Zudem seien die Kinder zwangsernährt worden. Manchmal hätten die Frauen die Kinder auch draussen «vergessen».

Die zuständige Stelle des Kantons Waadt bestätigte die Vorwürfe, welche die Pendlerzeitung «20 minutes» veröffentlicht hat. Sieben Klagen sind im Frühjahr beim Kantonalen Amt für Kindertagesstätten eingereicht worden. Die Vorwürfe basieren auf Aussagen von Eltern und Kindern, welche die Krippe regelmässig besucht haben.